Nachrichten

Netzwerk, Energie, Agent

Höher, schneller, 5G Foto: Getty Images/iStockphoto

Netzwerk
Die Kommunikation in Israel soll auf einen neuen Stand gebracht werden – mit 5G. Die israelische Innovationsbehörde und das Kommunikationsministerium haben dafür Subventionen für fünf Firmen angekündigt, die mit dem Netzwerkbau und der entsprechenden Infrastruktur beauftragt sind. Israel will damit in die exklusive Gruppe der 5G-Länder aufgenommen werden. Nach Angaben des Ministeriums wolle man die neue Technologie besonders im Hinblick auf die Pandemie zusätzlich fördern. Ein schnelleres Internet könnte dabei helfen, »die wirtschaftliche Krise zu überwinden und zurück zur Normalität zu gelangen«.

Haushalt
Sie kommt die israelischen Verbraucher teuer zu stehen: die Unfähigkeit der Regierung, einen Haushalt zu erlassen. Das Fehlen eines Budgets für 2020 und 2021 koste mittlerweile 21 Milliarden Schekel, umgerechnet rund 5,25 Milliarden Euro, errechnete die Wirtschaftszeitung »The Marker«. Die Schätzungen beinhalten Reformen zur Kosteneinsparung durch neue Wirtschaftsgesetze. Seit rund zwei Jahren, schreibt die Zeitung, gebe es in Israel keinerlei Wirtschaftsanpassungen, wofür der »Markt einen hohen Preis zahle«. Zuletzt hatte die Knesset im März 2018 einen Etat für das Folgejahr verabschiedet.

Energie
Angst in Tel Aviv: Nachdem ein Bewohner an der Ibn-Gabirol-Straße den Austritt von heißem Dampf aus der Erde bemerkte, sind Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Zur Sicherheit wurden in der vergangenen Woche mehrere Gebäude zeitweilig evakuiert. Am Samstag dann informierte die Stadtverwaltung, dass die Einwohner in ihre Häuser zurückkehren können. Experten erklärten, dass es sich um »gefangene Energie aus einer unbekannten Quelle unter der Erdoberfläche« handele. Die Verwaltung gab an, dass sie den Boden, der sich aufgeheizt hatte, weiterhin untersuchen werde, es jedoch keine Gefahr gebe. Die unmittelbare Umgebung des Dampfaustritts ist abgezäunt.

Hilfe
Die Ben-Gurion-Universität in der Negev­wüste hat fast fünf Millionen Euro für ihre SOS-Kampagne »Support our Students« gesammelt. Mehr als 4000 Studenten – rund 20 Prozent der Immatrikulierten – erhielten daraufhin finanzielle Unterstützung. Die Corona-Pandemie bewirkt nicht nur für Vollzeit-Angestellte, sondern auch für viele Studenten erhebliche Einkommenseinbußen. Für einige von ihnen hätte es bedeutet, dass sie ihr Studium unterbrechen oder sogar ganz abbrechen müssen. Daraufhin initiierte Universitätspräsident Daniel Chamovitz die Hilfsaktion und bat alle lokalen und globalen Unterstützer der Hochschule um Spenden. »Auf diese Weise haben wir sichergestellt, dass nicht ein einziger Student sein Studium abbrechen muss«, gab er anschließend bekannt.

Agent
Einer der ersten Geheimagenten Israels ist in der vergangenen Woche gestorben. Isaac Shoshan war 96 Jahre alt. Shoshan wurde 1924 im syrischen Aleppo als Sohn eines jüdischen Hausmeisters geboren und floh im Teenageralter ins damalige Palästina unter britischem Mandat. Er diente in der Untergrundbewegung Palmach und wurde später vom Auslandsgeheimdienst Mossad in verschiedenen arabischen Ländern als Spion eingesetzt. Sein Deckname als 24-Jähriger in Beirut lautete Abdul Karim Muhammad Sidki. Unter anderem half er, die letzten Juden aus Syrien herauszuschmuggeln. Sein Leben gilt als Vorlage für die Hauptfigur in dem Roman Spies of No Country von Matti Friedman.

Richter
18 Richter sind am vergangenen Donnerstag in Anwesenheit von Präsident Reuven Rivlin eingeschworen worden. »Unser Justizsystem ist ein integraler Teil des israelischen Staates. Kein Bürger, ob links oder rechts, würde in einem Land leben wollen, in dem dieses System nicht unabhängig, stark und effizient ist«, so der Präsident. Eine lebendige demokratische Gesellschaft existiere und entwickle sich dank der Unterschiede und der Spannungen. »Jegliche Kritik ist willkommen«, hob Rivlin hervor. Zuvor waren zwei Jahre lang keine Richter eingeschworen worden. Zu den neuen Rechtsprechenden gehören zwölf Bezirksrichter, fünf Arbeitsrichter und ein Richter am Amtsgericht. In einem Monat sollen 54 weitere Richter vereidigt werden.

Modschtaba Chamenei

Wo ist der neue Ayatollah?

Der »Oberste Führer« des Iran ist seit seiner Wahl nicht öffentlich aufgetreten. Ist er noch am Leben?

von Sabine Brandes  07.04.2026

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026

Haifa

Vier Opfer eines iranischen Angriffs als Mitglieder einer Familie identifiziert

Die Eheleute Wladimir Gershovitz und Lena Ostrovsky Gershovitz, deren Sohn Dimitri sowie dessen Frau Lucille-Jane sind am Sonntag bei einem Raketeneinschlag in Haifa getötet worden. Die Anteilnahme im Land ist groß

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Iran-Krieg

Medien: USA greifen Dutzende Ziele auf Ölinsel Charg an

Bereits Mitte März hat das US-Militär die Insel Charg im Persischen Golf bombardiert. Nun berichten US-Medien über neue Angriffe

 07.04.2026 Aktualisiert

Türkei

Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul – Ein Angreifer tot

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul sind Schüsse gefallen. Einer von drei Angreifern wird nach offiziellen Angaben getötet. Was steckt dahinter?

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Bericht: Synagoge in Teheran bei israelischem Angriff beschädigt

Ein Luftangriff hat laut iranischen Angaben eine Synagoge in Teheran schwer beschädigt. Was bisher bekannt ist

 07.04.2026

Jerusalem

Nach Rassismus-Skandal: Netanjahu entlässt seinen Kabinettschef

Zvi Agmon soll sephardische Abgeordnete rassistisch beleidigt haben. Seinen Posten als Kabinettschef muss er nun räumen

 07.04.2026