Die israelischen Streitkräfte haben im Raum Hebron im südlichen Westjordanland eine Anti-Terror-Operation gestartet. Zuvor waren bei einem Terroranschlag in der Nähe eines israelischen Kontrollpostens fünf Menschen verletzt worden, wie das Militär am Freitag mitteilte.
Die beiden Attentäter wurden nach einem 20-minütigen Feuergefecht erschossen. Fotos, die von der Nachrichtenagentur AFP veröffentlicht wurden, und Aufnahmen einer Sicherheitskamera zeigen die beiden 27-Jährigen, wie sie das Feuer eröffnen.
Neben Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machten auch die Streitkräfte (IDF) die Hamas für die Tat verantwortlich. In der vergangenen Woche seien im Westjordanland etwa 70 gesuchten Personen festgenommen worden, von denen einige der Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Dschihad angehörten, so das Militär. Zudem seien Dutzende von Waffen sichergestellt worden, darunter Maschinenpistolen und vier Sprengkörper.
Netanjahu kündigte nach dem Terroranschlag die Abriegelung der Stadt Hebron an. Außerdem soll es im gesamten Westjordanland ein Verbot von Reisen geben.
»Unsere Streitkräfte sind mit verstärkter Präsenz im Einsatz, um den Terrorismus zu bekämpfen, und führen umfangreiche Verhaftungswellen durch«. Israel werde die Terroristen verfolgen, »überall und jederzeit«, so Netanjahu. »Ihr könnt euch nirgendwo verstecken.« mth