Westjordanland

Netanjahu macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Israelische Soldaten in der Nähe des Tatorts Foto: Flash 90 2026

Die israelischen Streitkräfte haben im Raum Hebron im südlichen Westjordanland eine Anti-Terror-Operation gestartet. Zuvor waren bei einem Terroranschlag in der Nähe eines israelischen Kontrollpostens fünf Menschen verletzt worden, wie das Militär am Freitag mitteilte.

Die beiden Attentäter wurden nach einem 20-minütigen Feuergefecht erschossen. Fotos, die von der Nachrichtenagentur AFP veröffentlicht wurden, und Aufnahmen einer Sicherheitskamera zeigen die beiden 27-Jährigen, wie sie das Feuer eröffnen.

Lesen Sie auch

Neben Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machten auch die Streitkräfte (IDF) die Hamas für die Tat verantwortlich. In der vergangenen Woche seien im Westjordanland etwa 70 gesuchten Personen festgenommen worden, von denen einige der Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Dschihad angehörten, so das Militär. Zudem seien Dutzende von Waffen sichergestellt worden, darunter Maschinenpistolen und vier Sprengkörper.

Netanjahu kündigte nach dem Terroranschlag die Abriegelung der Stadt Hebron an. Außerdem soll es im gesamten Westjordanland ein Verbot von Reisen geben.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Unsere Streitkräfte sind mit verstärkter Präsenz im Einsatz, um den Terrorismus zu bekämpfen, und führen umfangreiche Verhaftungswellen durch«. Israel werde die Terroristen verfolgen, »überall und jederzeit«, so Netanjahu. »Ihr könnt euch nirgendwo verstecken.« mth

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik.«

 23.10.2026

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026

Jerusalem

Zehntausende Israelis reisen für die Parlamentswahl aus dem Ausland an

Die Initiative Fly&Vote spielt eine große Rolle. Sie musste sich gegen eine Klage des Likud wehren

 23.10.2026

Westjordanland

Nach Terroranschlag: Israel bereitet Abriegelung des Westjordanlandes vor

An einem IDF-Kontrollpunkt bei Hebron schossen zwei 27-jährige Palästinenser auf Menschen. Bei dem Anschlag wurden mehrere Menschen verletzt. Die beiden Attentäter wurden von Soldaten erschossen

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Greift Israel den Iran vor den Wahlen an? Jetzt spricht Armee-Chef Zamir

Was passiert, wenn sich die militärische Lage ändert? Ein Fernsehsender berichtet über den Inhalt einer vertraulichen Besprechung hochrangiger Militärs

 23.10.2026

Israel

Der lange Weg zum Frieden

Von Re’im bis Majdal Shams: Eine Reise durch ein Land, das jeder zu kennen meint

von Sophie Albers Ben Chamo  23.10.2026

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026

Politik

Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

von Sabine Brandes  22.10.2026

Israel

Eizenkot: »Werde in keine Regierung mit Netanjahu eintreten«

Der Herausforderer des Regierungschefs hat ausgeschlossen, mit ihm eine Koalition einzugehen, und kritisiert den Premier für dessen Versagen vor dem 7. Oktober

von Sabine Brandes  22.10.2026