Israel

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Im Zoo ist offenbar mehr los. Foto: pr

Ausflug
Vielleicht wollte das junge Nilpferd auf Safari gehen. Durch ein von Wärtern offen gelassenes Tor am Eingang des Safari-Zoos in Ramat Gan spazierte der Vierbeiner behäbig in Richtung Straße. Nach wenigen Minuten in der Freiheit und einigen Bissen Gras kehrte das Nilpferd freiwillig um und marschierte wieder ins Gehege – sehr zur Freude der gestressten Parkwächter. Der kurze Ausflug war auf der Sicherheitskamera festgehalten worden.

Demonstration
Zehntausende sind am vergangenen Samstag in Tel Aviv auf die Straße gegangen, um an den ermordeten Premierminister Yitzhak Rabin zu erinnern. Vor 22 Jahren war der Politiker von einem rechtsradikalen jüdischen Attentäter vor dem Rathaus der Stadt erschossen worden. Die Kundgebung am Wochenende war vor allem von linksgerichteten Israelis kritisiert worden, weil ihrer Meinung nach zu wenig Friedensbotschaften auf dem Programm standen. Die Organisatoren hatten in diesem Jahr versucht, Redner eines breiteren Spektrums zu Wort kommen zu lassen. So sprachen beispielsweise der Bürgermeister der jüdischen Siedlung Efrat im Westjordanland, Oded Revivi, und der Direktor des Abraham Fund, einer Organisation für Koexistenz, Thabet Abu Rass.

Aussage
Zum dritten Mal treffen sich dieser Tage internationale Vertreter der Luftstreitkräfte in Israel. Mehr als 1000 Teilnehmer – darunter Kommandanten, Piloten und Techniker – sind bei der elf Tage andauernden Blue Flag-Übung im Süden des Landes dabei. Sie kommen aus neun Ländern, darunter den USA, Italien, Deutschland, Griechenland und zum ersten Mal auch aus Indien. Die indische Luftwaffe schickte ein C-130J-Transportflugzeug, andere Armeen Kampf- oder Tankjets. Blue Flag, das alle zwei Jahre stattfindet, soll der besseren militärischen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern dienen. Die israelische Armee betonte, dass es sich dabei um keinerlei Vorbereitung für eine aktuelle Sicherheitssituation handele.

Boykott
Die Regierungsminister haben einem Gesetzesvorschlag zugestimmt, dass israelische Firmen Aktivisten der BDS-Bewegung verklagen können. Dafür müssen sie nicht nachweisen, dass sie tatsächlich Schaden erlitten haben, ähnlich dem Copyright-Gesetz. Dieses Gesetz, eingebracht von Knessetmitglied Yoav Kisch (Likud), soll ein Urteil des Obersten Gerichtshofes umgehen. Es hebelt Teile des Anti-Boykott-Gesetzes aus. Die maximale Summe ist auf 100.000 Schekel (rund 24.500 Euro) festgesetzt. Der Minister für Strategische Angelegenheiten, Gilad Erdan, äußerte sich anschließend auf Twitter: »Wenn es beschlossen ist, wird dieses Gesetz ein effektives Werkzeug im Kampf gegen BDS sein.«

Ehre
Es ist eine große Ehre. Drei Israelis stehen auf der Liste der einflussreichsten und vielversprechendsten 150 führenden Persönlichkeiten der Welt. Das wurde auf dem Gipfel der Obama-Stiftung bekannt gegeben, der zum ersten Mal stattfindet. Dabei handelt es sich um Yarden Leal-Yablonka vom Peres Center for Peace, um den Komödianten und Entertainer Lior Schleien sowie den Cyber-Sicherheitsexperten Omer Schneider. Leal-Yablonka ist glücklich und dankbar, Israel und das Peres-Erbe zu vertreten. »Gemeinsam mit Vertretern aus allen Regionen der Erde zu lernen, kann unsere Arbeit fördern und eine bessere Zukunft bauen.«

Geld
Die Geldkoffer sind prall gefüllt. Die Friends of the Israel Defense Forces (FIDF) haben unter dem Vorsitz von Gastgeber und Medien-Mogul Chaim Saban ihren eigenen Rekord gebrochen. In Los Angeles sammelten sie in der vergangenen Woche 54 Millionen Dollar für die Soldatinnen und Soldaten Israels. 1200 wohlhabende Gäste waren geladen, und sie spendeten fleißig. Darunter waren bekannte Persönlichkeiten wie der Schauspieler Arnold Schwarzenegger, sein Kollege Gerard Butler, Modeschöpfer Serge Azria und viele andere. Die höchste Spende kam vom Geschäftsführer und Gründer des Softwarekonzerns Oracle, Larry Ellison, der 16,6 Millionen Dollar in den Topf warf. Mit dem Geld werden unter anderem Einrichtungen für das Wohlbefinden von Infanterie-Soldaten finanziert.

Essen
Das Essen der Zukunft kommt aus dem Drucker. Zwei Wissenschaftler des Yissum- Forschungszentrums der Hebräischen Universität in Jerusalem wollen bald Burger, Pommes, Pasta und Co. auf Knopfdruck produzieren. Mithilfe von Nano-Zellulose sowie natürlichen und essbaren Fasern haben Oded Shoseyov und Ido Braslavsky vor, komplette Speisen für Restaurants, Privatverbraucher, Schulen und andere Institutionen zu drucken. Auf diese Weise, meint Professor Shoseyov, könne man nicht nur direkt erzeugen, worauf man Appetit habe, sondern gleichzeitig Essensabfälle vermeiden, da man ja lediglich ausdrucke, wie viel man tatsächlich verzehren wolle.

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