Tel Aviv

Maariv-Brücke gesprengt

Um sechs Uhr wurde die Maariv-Brücke am Freitag kontrolliert gesprengt. Foto: Flash90

Drei, zwei, eins: Pizuz»: Mit diesen Worten ging am Freitagmorgen eine Ära zu Ende. Denn um punkt sechs Uhr wurde die Maariv-Brücke mitten in der Tel Aviver Innenstadt gesprengt.

Hunderte Schaulustige versammelten sich bereits in den frühen Morgenstunden, um dieses historische Ergeignis nicht zu verpassen. Mit Smartphones oder professionellen Kameras ausgestattet, wollte jeder den Moment aufnehmen, an dem die Pfeiler der Brücke unter sich zusammenbrachen.

Lebensader Verkehrsminister Israel Katz, der die Sprengung gemeinsam mit dem Sprengmeister auslöste, sagte wenige Minuten vor dem Ereignis: «Es gibt keinen Weg mehr zurück». Neue Geschichte folge auf alte Geschichte. Die Sprengung symbolisiere Hoffnung und Erneuerung. Man baue eine neue Lebensader für die Stadt und das ganze Stadtgebiet und erfülle damit die Vision von vor mehr als 100 Jahren.

Die Maariv-Brücke, die ihren Namen wegen des benachbarten Redaktionsgebäudes der Tageszeitung «Maariv» bekam, wurde vor 39 Jahren eigentlich eher als zeitliches Provisorium errichtet. Mit 28 Kilogramm Sprengstoff fand diese Übergangslösung in nur vier Sekunden ihr Ende.

An der Stelle der Brücke wird eine Haltestelle für die neue Straßenbahn, den Light Rail, entstehen. kat

Nahost

Benjamin Netanjahu auf Gegenkurs

Israels Premier weist Donald Trumps Gaza-Plan zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  14.08.2026

Israel

Die Stimme, der man traut: Oren Nahari ist tot

Mit nur 70 Jahren ist der beliebte Journalist Oren Nahari gestorben. Wenige Tage nach seiner letzten Radiosendung

 13.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Nahost

Ex-Botschafter Seibert fordert »klare europäische Position« zu Israel

Bis vor kurzem war er das Gesicht deutscher Diplomatie in Israel: Steffen Seibert. In einem Interview äußert er sich zu Grenzen der Staatsräson, Siedlungen, dem Terror der Hamas und gegen Boykotte

 13.08.2026

Militär

Gefährlicher Schwarm

Experte Danny Orbach über neue Technologie in der Kriegsführung, Herausforderungen beim Zivilschutz und den Drohnenfund in Leipzig

von Sabine Brandes  13.08.2026

Nachrichten

Warnung, Netzwerke, Jahrzeit

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  13.08.2026

Washington D.C./Jerusalem

USA weisen Katz wegen Aussagen zu israelischer Präsenz im Südlibanon zurecht

Der israelische Verteidigungsminister hatte angekündigt, die Armee werde auf absehbare Zeit im Südlibanon bleiben

 13.08.2026

Jerusalem

Huckabee verurteilt Angriffe auf palästinensisch-amerikanische Familie im Westjordanland

»Die Handlungen derjenigen, die dies dem Haus dieser Familie antun, sind kriminell«, erklärt der US-Botschafter

 13.08.2026

Die iranische Atomanlage Fordo vor den amerikanischen Angriffen

Iranisches Atomprogramm

Fordo: Der Mossad war da

Yossi Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Unter seiner Ära hätten israelische Spione die iranische Atomanlage Fordo mehrmals in Augenschein genommen

 12.08.2026