Ermittlungen

Koalitionsvorsitzender unter Verdacht

David Bitan Foto: Flash 90

Ein weiterer Skandal erschüttert den Likud. Nachdem die Ermittlungen gegen Premierminister Benjamin Netanjahu schon seit einer Weile auf Hochtouren laufen, ist nun auch einer seiner engsten Verbündeten ins Visier der Behörden geraten. Gegen David Bitan, den Koalitionsvorsitzenden und lautstarken Unterstützer des Regierungschefs, wird wegen Korruption ermittelt.

Schulden Bitan wurde erst 2015 in die Knesset gewählt. Es wird vermutet, dass der Politiker von 2005 bis 2015, in seiner Zeit als stellvertretender Bürgermeister von Rischon LeZion, Bestechungsgelder angenommen haben soll. Bitan habe massive private Schulden angehäuft und habe sich sogar zeitweilig vor dubiosen Kredithaien verstecken müssen, heißt es in Berichten.

Jetzt ermittelt die Betrugssondereinheit der Polizei, ob Bitan im Gegenzug für Bestechungsgelder tatsächlich Bau- und Entwicklungsgenehmigungen erteilt habe. Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit genehmigte die Untersuchung.

Bitan selbst betont, eine reine Weste zu haben. Die Vorwürfe seien Versuche, ihn politisch zu schwächen. »Das ist eine widerliche Hexenjagd von ›Haaretz‹ gegen jemanden, der nicht in ihre Agenda passt.« Die linksliberale Tageszeitung hatte als erste von den Ermittlungen berichtet.

Bnei Barak

Rabbiner verflucht Israels Armeechef Eyal Zamir

Ein israelischer Soldat wurde wegen eines religiösen Aufnähers inhaftiert. Das und die geplante Einberufung von Charedim sorgt für Verärgerung bei den Ultraorthodoxen

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung

von Michael Thaidigsmann  29.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026

Reisen

(Fast) freie Startbahn für den Sommer

Mehr als 200.000 Flugtickets hätten storniert werden müssen, weil am Flughafen Ben Gurion noch immer amerikanische Militärflieger parken. Jetzt gibt es eine Einigung

von Sabine Brandes  29.06.2026

Nahost

Israel greift Ziele in Südsyrien an

Die Armee hat nach eigenen Angaben »mehrere bewaffnete Terroristen« getötet

 29.06.2026

Südlibanon

Israelische Armee zerstört massiven Hisbollah-Tunnel

Der 25 Meter tiefe und 200 Meter lange Tunnel soll nur 10 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt gewesen sein

 29.06.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  28.06.2026