Iran

Klaut Israel Wolken?

Aus dem Iran geklaut? Schnee auf dem 2814 Meter hohen Hermon-Massiv auf den Golanhöhen Foto: dpa

Ein iranischer General hat den jüdischen Staat des »Diebstahls« von Wolken beschuldigt. Ziel der angeblichen israelischen Aktion sei es, Regen im Iran zu verhindern, sagte Brigadegeneral Gholam Reza Jalali laut einem Bericht der semi-offiziellen Nachrichtenagentur »Isna« bei einer Pressekonferenz Anfang der Woche.

Der Klimawandel im Iran sei »verdächtig«, erklärte Jalali, der auch Chef der iranischen Zivilverteidigung ist. »Ausländische Einflussnahme« spiele dem Verdacht zufolge bei dem Phänomen eine Rolle. Angeblich bestätigten Ergebnisse einer wissenschaftlichen iranischen Studie diese Annahme, so der ranghohe Militär.

»Schneediebstahl« »Israel und ein anderes Land in der Region unterhalten gemeinsame Teams, die dafür arbeiten, dass Wolken, die über den iranischen Himmel schweben, nicht mehr abregnen«, behauptete der Brigadegeneral laut Isna weiter. Zudem sei der Iran auch mit Schneediebstahl konfrontiert. Eine Studie beweise, dass Berge über einer Höhe von 2200 Metern von Afghanistan bis hin zum Mittelmeer schneebedeckt seien – außer im Iran.

Der Chef der iranischen Meteorologiebehörde, Ahad Vazife, begegnet der Theorie des Generals allerdings mit Skepsis. Jalali habe »wahrscheinlich Dokumente, derer ich mir nicht bewusst bin«, sagte er laut dem Bericht der Nachrichtenagentur Isna. Aber auf Grundlage meteorologischer Kenntnisse »ist es einem Land nicht möglich, Wolken oder Schnee zu stehlen«. Der Iran sei von einer langen Trockenperiode heimgesucht worden, bestätigte der Meteorologe. Dies sei aber ein globaler Trend. ag

Israel

Jesus-Statue beschädigt: 30 Tage Haft für israelische Soldaten

Mit einem Hammer attackierte ein Soldat die christliche Heilsfigur im Libanon. Jetzt hat ein Militärgericht den Mann und seinen Kameraden verurteilt

 21.04.2026

Nachrichten

Schule, Posten, Verschwörung

Meldungen aus Israel

von Sabine Brandes  21.04.2026

Landwirtschaft

Von Staub zu Öl

Im Kibbuz Sde Boker wird Bio-Olivenöl produziert. Das Projekt interpretiert die alte zionistische Idee neu, die Wüste zum Blühen zu bringen

von Sabine Brandes  21.04.2026

Gesellschaft

»Ich lasse das nicht in mein Leben«

Yuval Amshalem zieht der Liebe wegen nach Berlin. Bei der Online-Wohnungssuche sah der 24-Jährige sich mit einem antisemitischen Shitstorm konfrontiert, auf den der AI-Experte entspannt reagiert. Ein Gespräch über Ziele im Leben

von Sophie Albers Ben Chamo  21.04.2026

Musik

Vom Kinderzimmer in Cholon in die US-Charts

Die israelische Band Temper City nimmt mit ihrem Song »Self Aware« einen weltweiten Hit auf

von Sabine Brandes  21.04.2026

Warschau/Jerusalem

Polen und Israel streiten über Vorwürfe von Kriegsverbrechen

Der Warschauer Außenminister Sikorski sagt, IDF-Soldaten räumten selbst Kriegsverbrechen ein. Sein israelischer Kollege Sa’ar spricht von »haltlosen und verleumderischen Aussagen«

 21.04.2026

Jom Hasikaron

Israel begeht Gedenktag für Gefallene – Appelle an Einheit und Hoffnung

»Diese Kriegsgeneration verdient es, vom Tag danach zu träumen. Sie verdient ein Lied der Hoffnung«, sagt Präsident Isaac Herzog

 21.04.2026

Jom Hasikaron

So viele Verluste

Mein Vater floh vor der Schoa, wurde beinahe in seinem Kibbuz ermordet und starb als Flüchtling im eigenen Land. Der Gedenktag wird dieses Jahr für mich besonders schmerzhaft sein

von Eshkar Eldan Cohen  20.04.2026

Jom Hasikaron

Wenn Hunde heilen

Ein Projekt in Israel bringt Soldaten und traumatisierte Überlebende mit jungen Hunden zusammen – und schafft stille Rettungsräume im Alltag. Eine Begegnung im Yarkon-Park in Tel Aviv

von Sabine Brandes  20.04.2026