Libanon

Israel schaltet Fatah-Terroristen aus

Mitglieder der Al-Aqsa-Brigaden tragen den Leichnam von Chalil al-Makdah Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Bei einem israelischen Drohnenangriff im Libanon ist ein führender palästinensischer Terror-Kommandeur getötet worden. Die Al-Aqsa-Brigaden, die zur im Westjordanland herrschenden Fatah gehören, bestätigten den Tod ihres Kommandeurs Chalil al-Makdah. Er sei bei einem »feigen Angriff« Israels in der libanesischen Küstenstadt Sidon getötet worden, hieß es in einer Erklärung auf Telegram. Auch das israelische Militär sowie die libanesische Armee bestätigten den Angriff.

Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Angriff einem Auto galt. Sidon liegt etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Beirut.

Die Al-Aqsa-Brigaden sind der militärisch-terroristische Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Es handelt sich jedoch um ein lockeres Netzwerk ohne klare Hierarchie, örtliche Gruppierungen agieren oft auf eigene Faust. Die Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), deren Präsident Abbas ist, versucht sich Beobachtern zufolge von militärischen Aktionen jeglicher Gruppierungen zu distanzieren.

Nach Angaben des israelischen Militärs hat Al-Makdah vom Libanon aus mit den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zusammengearbeitet, um Geld und Waffen für militante Gruppierungen im Westjordanland zu beschaffen. Er sei zudem an der Planung von Anschlägen beteiligt gewesen.

Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen kommt es täglich zu militärischen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee mit der Hisbollah-Miliz im Libanon sowie anderen Gruppierungen im Grenzgebiet zwischen den Ländern. Auf beiden Seiten gab es Tote - die meisten von ihnen waren Mitglieder der Hisbollah.

Jair Golan, Vorsitzender der Demokraten in Israel, im Porträt

Nahost

Opposition warnt vor neuem Krieg mit Iran unter Netanjahu

Angesichts wachsender Spannungen mit dem Iran stellt ein führender Oppositionspolitiker die politische Legitimation Netanjahus für eine neue militärische Auseinandersetzung infrage

 01.11.2026

Isaac Herzog spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Regierungsbildung

Israels Präsident kündigt Gespräche zur Regierungsbildung an

Keines der politischen Lager in Israel erreicht die erforderliche Mehrheit von 61 Sitzen. Nun liegt die Initiative bei Präsident Herzog. Wer erhält den ersten Auftrag zur Regierungsbildung?

 01.11.2026

Jerusalem

Wahlsieger ohne Mehrheit

Das endgültige Wahlergebnis liegt vor. Benjamin Netanjahus Likud hat mehr Sitze als alle anderen Parteien. Nützt ihm das etwas?

 30.10.2026

Jerusalem

Eisenkot will Wehrpflichtgesetz und Untersuchung zum 7. Oktober vorantreiben

Der Vorsitzende der zentristischen Partei Yashar erklärt, er arbeite bereits an entsprechenden Gesetzesvorlagen. Ob er wirklich eine Regierung bilden kann, bleibt aber unklar

 30.10.2026

Umfrage

Mehrheit der Oppositionswähler befürwortet Regierungskoalition mit arabischer Partei

Befragt wurden Anhänger von Yashar, B’Yachad, der Demokraten sowie Yisrael Beitenu. Was denken diese Wähler?

 30.10.2026

Natur

Gefährliche Ameise

Die invasive Afrikanische Großkopfameise breitet sich schnell aus und kann Ökosysteme sowie die Landwirtschaft schädigen – jetzt wurde sie in Haifa gefunden

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Wahl in Israel: Behörden sehen keine Beweise für Betrug

Den Vorwurf der ausländischen Einflussnahme auf die Knesset-Wahl nimmt die Wahlkommission aber ernst

 29.10.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  29.10.2026

Jerusalem

Israels Wahlkommission fordert Untersuchung möglicher ausländischer Einflussnahme

»Es wurden ernsthafte Verdachtsmomente an mich herangetragen«, sagt der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Noam Sohlberg

 29.10.2026