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Impfung, Pflanze, Mülleimer

Corona-Impfung in Jerusalem (Oktober 2021) Foto: Flash90

Impfung
Eine aktuelle Studie der Bar-Ilan-Universität zum Thema Impfen hat herausgefunden, dass die Mehrheit der Eltern – genau 57 Prozent – in Israel ihre jüngeren Kinder gegen das Coronavirus impfen lassen würde. Allerdings nur dann, wenn das Vakzin von der amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA zugelassen wird. In Israel können derzeit alle Einwohner ab zwölf Jahren die Spritze erhalten. Es wird erwartet, dass die Genehmigung der FDA für die Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren noch in diesem Winter kommt. 27 Prozent der Befragten würden ihre Sprösslinge sofort impfen lassen, dieselbe Anzahl würde ein bis drei Monate warten.

Pflanze
Israelische Wissenschaftler haben eine neue Pflanzenart in den Judäischen Bergen entdeckt. Das Gewächs mit Namen »Allium judaeum« wurde an lediglich drei unterschiedlichen Stellen des Gebirges gefunden und gilt damit weltweit als vom Aussterben bedroht. Grund für die Gefährdung ist nach Angaben der Entdecker vor allem die umfassende menschliche Bautätigkeit. Gefunden und bestimmt haben die Pflanze Dar Ben-Natan vom Open Landscape Institute der Universität Tel Aviv und Ori Fragman-Sapir vom Botanischen Garten in Givat Ram. Allium judaeum ist das 15. Mitglied der Gattung Allium, die in Israel und den Nachbarländern wächst. Dazu gehören auch die essbaren Gewächse Knoblauch, Zwiebel und Schnittlauch.

Mülleimer
Eine Mülltonne, die sich bedankt, gibt es jetzt in Jerusalem. Das Abfallgefäß sagt freundlich »toda raba«, wenn jemand einen Kaffeebecher, eine Bananenschale oder sonst etwas entsorgt. Die niedliche Kinderstimme soll dazu auffordern, den Abfall – statt auf den Boden – in das entsprechende Behältnis zu werfen. Die Idee für die Initiative hatten Anwohner, die ihre Stadt verschönern wollen. Vor jedem Schabbat schalten Freiwillige die elektronische Stimme aus, damit der jüdische Feiertag eingehalten wird. Die freundliche Tonne, die mit Solarenergie betrieben wird, steht im Stadtviertel Pat neben einer Bushaltestelle.

Bank
Sie haben einen Rüffel bekommen. Der Vorsitzende der Aufsichtsbehörde israelischer Banken, Yair Avidan, hat die Leiter aller Finanzinstitute im Land angewiesen, ihren Service zu verbessern. Daran hapert es offenbar sehr. Vor allem kritisierte Avidan mangelhafte Dienstleistung in den Callcentern sowie das Fehlen von Krediten zu niedrigen Zinssätzen beim Hauskauf. »Es gibt zu viele Beschwerden über lange Wartezeiten beim Anruf in einem Callcenter«, lautet die Kritik. Viele Kunden sagen, sie erhielten gar keinen »menschlichen Service« mehr. Abhilfe sollen nach Meinung des Vorsitzenden erweiterte Öffnungszeiten schaffen, in denen die Kunden wieder von Bankangestellten aus Fleisch und Blut in ihrer Filiale beraten werden.

Foto
Er ist wieder da. Der amerikanische Künstler Spencer Tunick hat erneut Menschen am Toten Meer fotografiert, um auf das Austrocknen des größten Salzsees der Welt aufmerksam zu machen. Und zwar so, wie sie geschaffen sind: nackt. Hunderte von Modellen trugen nichts als weiße Farbe, um den Kontrast zum Beige der Wüstenumgebung zu betonen. Tunick, der auf Einladung des Tourismusministeriums in Israel ist, trug schwarz, als er auf den Auslöser drückte. »Der Körper stellt für mich die Schönheit, das Leben und die Liebe dar«, sagte er am Ufer des Toten Meeres. Dessen Wasseroberfläche geht jährlich um mehr als einen Meter zurück. Der Grund für das Austrocknen ist der Mangel an Frischwasser, weil die Zuflüsse von der Landwirtschaft abgezweigt werden.

Angriff
Mehrere Krankenhäuser im ganzen Land sind am vergangenen Wochenende Opfer von Cyberattacken geworden. Einige wurden vereitelt, wie das Gesundheitsministerium und das Nationale Cyber-Direktorium angaben. Neun Einrichtungen waren offenbar im Visier der Hacker. »Nach ersten Untersuchungen ist kein Schaden entstanden«, heißt es. Bislang gibt es keine weiteren Angaben, was genau attackiert wurde oder wer hinter den Angriffen stehen könnte. Man habe in den vergangenen Tagen die Systeme gestärkt und Schwachstellen entlarvt. Wenige Tage zuvor hatte es im Hillel-Yaffe-Krankenhaus in Hadera einen Ransomware-Angriff gegeben, der sämtliche Systeme lahmlegte. Das medizinische Personal musste auf Papier und Stift zurückgreifen. Nach Angaben des Krankenhauses könnte es Monate dauern, die Daten wiederherzustellen.

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