Washington

Heimspiel für Bibi

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu spricht bei der AIPAC-Konferenz am 6. März 2018 in Washington. Foto: Flash 90

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Dienstag ein »Heimspiel« vor 18.000 Zuhörern bei der Jahreskonferenz des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) in Washington gegeben. Unterbrochen von Beifall und Rufen wie »Bibi, wir lieben dich« zeigte Netanjahu eine PowerPoint-Präsentation über israelische Technologie und Wirtschaft und hielt eine Rede, die auf Beobachter energiegeladen wirkte.

»Israel verändert die Welt in Indien, Afrika, Asien und Lateinamerika«, sagte er. Von internationaler Isolierung Israels zu sprechen, sei falsch: »Sehr bald werden diejenigen Länder, die keine Beziehungen zu uns haben, isoliert sein. Manche reden davon, uns zu boykottieren: Wir werden sie boykottieren!«

Iran Netanjahu dankte US-Präsident Donald Trump für seine Entscheidung, die amerikanische Botschaft im Mai von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Außerdem lobte er Trump für seine harte Linie gegenüber dem Iran: »Wir werden niemals erlauben, dass der Iran Nuklearwaffen entwickelt.« Falls die USA aus dem Atomabkommen aussteigen sollten, stehe Israel an der Seite seines Verbündeten.

Dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, warf Netanjahu vor, weiterhin Terror zu unterstützen: »Heben Sie Ihre Hand, wenn Sie mit mir einig sind, dass Präsident Abbas damit aufhören muss, Terroristen zu bezahlen, die Juden ermorden«, sagte er an das Publikum gerichtet. ag

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  06.11.2026 Aktualisiert

Israel

Was sich mit Eisenkot ändern könnte

Eine Mehrheit der Abgeordneten empfiehlt Gadi Eisenkot für den Auftrag zur Regierungsbildung. Doch der Weg ins Amt ist steinig. Und wie weit könnte ein Kurswechsel unter ihm tatsächlich gehen?

von Sara Lemel  06.11.2026

Wahlen

Netanjahus Partner gehen von Bord

Die Charedim erklären sich für ungebunden und entziehen dem Rechtsblock ihre Unterstützung. Herausforderer Gadi Eisenkot hat deutlich mehr Empfehlungen hinter sich

von Sabine Brandes  05.11.2026

Israel

Herzog setzt Gespräche über Regierungsbildung fort

Erst Gespräche mit den kleinen Parteien, am Abend dann mit den stärksten in der neuen Knesset: Präsident Herzog sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung

 05.11.2026