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Gewinn, Geld, Huhn

Erfolg für Israels Baseball-Nationalmannschaft Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Gewinn
Israels Baseball-Nationalmannschaft hat einen historischen Erfolg errungen. In der vorvergangenen Woche wurde sie Vize-Europameister, als sie im Finale gegen die Niederländer antrat. Zwar gewannen die starken Europäer mit 9:4, doch das Team in den blau-weißen Anzügen schaffte es auf die zweite Stufe des Treppchens – und zwar zum ersten Mal in der Geschichte der Europameisterschaften. Im Halbfinale zuvor hatte die israelische Mannschaft gegen Italien gewonnen. Der Großteil des Teams bestand zu Anfang aus Amerikanern, die nach Israel gekommen sind. Mittlerweile sind es meist Israelis. Bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte es für die Baseballmannschaft nicht zu einer Medaille gereicht.

Geld
Ein neuer Gesetzesvorschlag des Finanzministeriums in Jerusalem will das Arbeitslosengeld kürzen. Allerdings nur für jene, die ihren Job verloren haben, weil sie die Impfung verweigerten. Sollte ein Angestellter also rausgeworfen worden sein, da er entweder Nein zu der Spritze oder zu regelmäßigen Corona-Tests sagte, soll er demzufolge lediglich noch 90 Tage lang finanzielle Unterstützung erhalten. Dem israelischen Gesetz zufolge hat jemand, dem gekündigt wurde, zunächst Anspruch auf eine 90-tägige Kompensation des Arbeitgebers und anschließend für denselben Zeitraum auf Geld vom Staat. Das Gesetz soll vor allem dafür sorgen, dass jene, die die Impfung verweigern, es sich anders überlegen, um Arbeitslosengeld zu erhalten.

Sukka
Sicherheitsbeamte sind mit ultraorthodoxen Hooligans aneinandergeraten. 200 Polizisten waren in das charedische Viertel Mea Schearim eingerückt, um eine Sukka abzubauen. Diese stellte nach Angaben der Stadtverwaltung »ein reales Sicherheitsrisiko für Gebäude und Menschenleben« dar. Zudem sei der Verkehr in der Sonnenfeld Street dadurch eingeschränkt. Bei der Laubhütte handelte es sich um keine gewöhnliche. Die Sukka befand sich auf einem zwölf Meter hohen Gerüst, das sich als arg wackelige Konstruktion herausstellte. Doch als die Beamten anrückten, blockierten Hunderte von charedischen Männern den Zugang. Sie warfen Steine und Mülltonnen. Am Ende jedoch wurde das Urteil des Gerichts umgesetzt und die Sukka abgebaut.

Huhn
Das Umweltschutzministerium hat die charedische Gemeinschaft dazu aufgerufen, den Brauch der Kapparot zu unterlassen und stattdessen Geld zu spenden. Bei dem Ritual wird am Vorabend von Jom Kippur ein lebendes Huhn dreimal über dem Kopf geschwungen, während Gebete gesprochen werden. Auf diese Weise sollen die Sünden des Menschen auf das Tier übergehen. Das Huhn wird anschließend geschlachtet und Bedürftigen gegeben. Umweltministerin Tamar Zandberg (Meretz), langjährige Aktivistin für Tierrechte, kritisierte den altertümlichen Brauch: »Der Großteil der Gemeinde gibt ohnehin statt den Kapparot Geld für arme Menschen. Das ist allgemein akzeptiert.« Sogar viele Rabbiner würden sich dagegen aussprechen, dass den Tieren Leid zugefügt wird, so Zandberg.

Anruf
Nach Jahren der diplomatischen Eiszeit zwischen Israel und Schweden hat Außenminister Yair Lapid zum Telefon gegriffen. »Ich habe mit Ann Linde gesprochen«, ließ er wissen. Dieses Gespräch zwischen den Außenministern der beiden Staaten war das erste in sieben Jahren. »Dieser Anruf steht für den Relaunch unserer Beziehungen«, sagte Lapid. Schweden war eine der ersten europäischen Nationen, die 2014 offiziell einen Palästinenserstaat anerkannt hatten. Damals hatte Israel seinen Gesandten aus dem skandinavischen Land zurückgezogen. Weder Linde noch ihrer Vorgängerin Margot Wallström war es erlaubt, Israel zu besuchen. Lapid sagte, er erkenne die Versicherung von Linde an, dass Schwedens »Verpflichtung für Israels Sicherheit stark und solide« ist.

Wettkampf
Der israelische Beatboxer Maxim Mirel will die internationale Szene aufmischen. Beatboxing ist die Kunst, mit dem Mund Schlagzeug- und andere Percussion-Ins­trumente zu imitieren und dabei außer einem Mikrofon keine weiteren Hilfsmittel zu benutzen. Mirel, mit Künstlernamen Max, hat gerade sein Abitur gemacht und gewann bereits die israelische Meisterschaft 2020. Jetzt ist er bereit für die Beatboxer aus aller Welt: »Der Underdog kommt«, lässt der junge Mann aus Aschkelon wissen. Im nächsten Monat wird er beim »Grand Beatbox Battle« in Warschau gemeinsam mit 23 Konkurrenten aus zwölf Ländern auf der Bühne stehen.

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