Golanhöhen

Festungsanlage entdeckt

Blick auf die Golanhöhen Foto: Flash 90

Israelische Archäologen haben erstmals Überreste eines befestigten Baus aus der Zeit des biblischen Königs David (11.-10. Jahrhundert v.d.Z.) in den Golanhöhen gefunden.

Die Grabungen gingen nach Angaben der israelischen Antikenbehörde vom Mittwoch dem Bau eines neuen Wohnviertels in Hispin voraus. Dessen ursprüngliche Baupläne sollen nun angepasst werden, um die Funde in einer Freilichtanlage zu erhalten.

VERBÜNDETE Die Festungsanlage mit rund 1,50 Meter breiten Mauern liegt demnach an einem strategisch günstigen Ort auf einer Anhöhe mit Blick über die Region.

Bei dem Fund handelt es sich um ein Fort der Geschuriter, die laut biblischen Berichten Verbündete Davids waren.

Nach Einschätzung der Forscher handelt es sich bei dem Fund um ein Fort der Geschuriter; sie waren laut biblischen Berichten Verbündete Davids, die zu dieser Zeit den südlichen und zentralen Golan beherrschten.

BASALTSTEIN In den nun gefundenen Überresten fanden die Archäologen laut Mitteilung ferner einen großen Basaltstein, der mit zwei gehörnten Figuren mit ausgebreiteten Armen verziert wurde.

2019 hatten Forscher bei Grabungen im Et-Tell am Jordanfluss nördlich des Sees Genezareth eine Steinstele mit einer vergleichbaren Darstellung gefunden, die sie als Abbild des in der Levante und Mesopotamien in der Eisenzeit verehrten Mondgottes identifizierten.

Möglicherweise habe sich der Schöpfer der in Hispin gefundenen Darstellung von der Stele inspirieren lassen, so die Forscher. kna

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