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Feier, Feuer, Gas

»Weiße Nacht« über den Dächern Tel Avivs Foto: Flash 90

Feier
Tel Avivs »Weiße Nacht« jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Die Kulturveranstaltung am 29. Juni markiert das Jubiläum der Ernennung Tel Avivs zur »Weißen Stadt« seitens der UNESCO. Die Feier bietet Aufführungen, Musikshows, Museumszugänge oder Yoga von der Dämmerung bis Sonnenaufgang. Das Werbevideo zeigt den Filmemacher Wes Anderson auf einem Streifzug durch die ikonische Bauhaus-Architektur der Metropole und erinnert mit seiner akribischen Symmetrie und breiten Farbpalette an dessen Filme. Anderson fungiert als Kreativberater für die Kampagne, um Kunstliebhaber zum Festival zu locken.

Marokko
Innen- und Gesundheitsminister Moshe Arbel hat am vergangenen Wochenende Marokko besucht, um sich mit seinen Amtskollegen auszutauschen. Man wolle die Zusammenarbeit zwischen den Ländern in verschiedenen Angelegenheiten fördern. Dazu gehören gegenseitige Visabestimmungen. Bei einem Treffen mit Innenminister Abdelouafi Laftit in Rabat wurde beschlossen, eine Vereinbarung voranzutreiben, ausländische Arbeitskräfte aus Marokko nach Israel zu bringen, die als Krankenschwestern und Bauarbeiter beschäftigt würden, berichteten israelische Medien. Die beiden diskutierten auch eine Lockerung der Visumpflicht. Das marokkanische Tourismusministerium rechnet in diesem Jahr mit einem Besuch von 200.000 Israelis.

Gas
Die israelische Regierung gab grünes Licht für die Entwicklung des Erdgasfeldes »Gaza Marine«, gab das Büro von Premier Benjamin Netanjahu bekannt. Das Projekt wird in direkten Gesprächen mit Ägypten, der Palästinensischen Autonomiebehörde sowie dem Nationalen Sicherheitsrat Israels koordiniert. Das Reservoir, 36 Kilometer vor der Küste des Gazastreifens gelegen, war im September 2000 entdeckt worden und enthält rund 30 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Im Februar 2021 unterzeichneten Ägypten und die Palästinenser eine Absichtserklärung über dessen Entwicklung. Im Rahmen der Vereinbarung soll die Palästinensische Autonomiebehörde mit der ägyptischen Erdgas-Holding zusammenarbeiten.

Straße
Die größte Autobahn des Landes, die Straße Nummer sechs, wird verlängert. Sie soll künftig im Norden bis nach Beit Ha’emek führen, nachdem sich Finanz- und Verkehrsministerium über die Bezahlung des Projekts geeinigt hatten. Enthalten sind die Asphaltierung eines 22 Kilometer langen Stücks, der Bau dreier neuer Anschlussstellen und die Erhaltung eines parallel zur Autobahn verlaufenden Landstreifens für eine künftige Eisenbahnstrecke. Das Finanzministerium gibt an, die Erweiterung werde knapp eine Milliarde Euro kosten. Die Verlängerung könnte vor allem den Vororten von Haifa, den Städten Akko, Nahariya und Karmiel sowie den Kibbuzim und Dörfern in der Gegend zugutekommen. Während der dreijährigen Bauzeit sollen Tausende neue Arbeitsplätze entstehen.

Feuer
In der nördlichen Stadt Binyamina bekämpfte die Feuerwehr am Samstag einen großen Brand. 25 Mannschaften und sechs Flugzeuge waren stundenlang im Einsatz, um das Feuer zu löschen, das im Jabotinsky-Schuni-Park inmitten einer starken Hitzewelle ausgebrochen war. Es mussten zudem mehrere Wanderer aus einem Naturschutzgebiet der Gegend gerettet werden. Starke Winde entfachten die Flammen zusätzlich. Anschließend nahm die Polizei einen Anwohner fest, weil er verdächtigt wurde, den Brand fahrlässig verursacht zu haben. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine für Samstagabend geplante Veranstaltung im Amphitheater des Parks auf den nächsten Monat verschoben.

Rakete
Ein Raketentriebwerk, das offenbar von einer Flugabwehrrakete stammt, ist von Fischern im Kinneret gefunden und geborgen worden. Ein Bombenentschärfungskommando der israelischen Polizei untersuchte das Objekt und kam zu dem Schluss, es habe keine Explosionsgefahr bestanden. Den Auswertungen zufolge war es Teil einer Flugabwehrrakete, die das syrische Militär während des Sechstagekrieges bei dem Versuch abgeschossen hatte, ein israelisches Flugzeug zu treffen. Dies ist nicht das erste Mal, dass eine Spezialeinheit wegen eines Munitionsfundes in der Region gerufen wurde. Im Jahr 2018, als der Wasserpegel des Kinneret stark gesunken war, fand man eine Reihe von Waffen. Die Polizei geht davon aus, dass Munition, so alt sie auch sei, in manchen Fällen immer noch gefährlich sein könnte.

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