Jerusalem

»Eine absurde Resolution«

Heilige Stätte: die Kotel Foto: Marco Limberg

Mit scharfen Worten hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu eine neue UNESCO-Resolution kritisiert, in der dem jüdischen Staat aggressives und illegales Verhalten hinsichtlich des Zugangs von Muslimen zum Felsendom vorgeworfen wird. »Die Resolution der UN ist absurd und ignoriert zudem die einzigartige historische Verbindung des Judentums zum Tempelberg«, sagte Netanjahu am Samstagabend in Jerusalem.

Die am Freitag dieser Woche beschlossene Resolution der UN-Kulturorganisation hatte in ihrer Erklärung keinen Bezug zum Tempelberg genommen und stattdessen auch den gesamten Platz vor der Kotel in Jerusalem als »Al Aksa Moschee« und »al-Haram al-Sharif« bezeichnet. Damit negiere die UNESCO einmal mehr den jüdischen Ursprung des Tempelberges, so Netanjahu. »An diesem Ort standen tausend Jahre die beiden Tempel, an denen tausend Jahre lang jeder Jude in der Welt gebetet hat.«

mehrheit Insgesamt befürworteten den Beschluss 33 Staaten, sechs Nationen darunter Deutschland, Großbritannien und die USA sprachen sich dagegen aus, 17 enthielten sich. In der Erklärung fordert die UNESCO »die Besatzungsmacht Israel auf, die permanenten Ausgrabungen in Ost-Jerusalem, vor allem in der Altstadt, einzustellen«. Zudem bezichtigt sie Israel, dass es Muslimen verbiete, ihre Toten in bestimmten Gegenden zu begraben und stattdessen fingierte jüdische Gräber in Gebieten von muslimischen Friedhöfen zu errichten.

Die Verwaltung der muslimischen Heiligtümer rund um die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg untersteht Jordanien und der islamischen Waqf-Stiftung. Dort dürfen grundsätzlich nur Muslime beten.

In der jüngsten Vergangenheit haben die Palästinenser immer wieder den Vorwurf erhoben, dass Israel zunehmend Juden eine Sondergenehmigung für Besuche auf dem Areal erteilt und damit die Kontrolle der Muslime über die drittheiligste Stätte im Islam aushebelt. Israel bestreitet dies. ja

Jerusalem

Bericht enthüllt Verbindungen zwischen Palästina-Aktivisten und Terroristen

Das israelische Diaspora-Ministerium hat eine Untersuchung veröffentlicht, die zeigen soll, wie israelfeindliche Aktivisten aus den USA die Nähe zu Terrororganisationen suchen

 04.08.2026

Rom

Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom

Die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah halten an. Doch gleichzeitig gehen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon weiter. Worum geht es dabei?

 04.08.2026

Gaza

Israel lehnt Abzug vor Entwaffnung der Hamas ab

Der vorgesehene israelische Truppenabzug und die Entwaffnung der Hamas sollen offenbar doch nicht parallel erfolgen. Das Board of Peace verändert die Bedingungen

 04.08.2026

Jerusalem

Herzog empfängt neuen deutschen Botschafter

Alexander Graf Lambsdorff hat die Nachfolge von Steffen Seibert als Botschafter in Israel offiziell angetreten. Jetzt war der neue Vertreter Deutschlands beim Präsidenten - dieser sprach dabei auch von »besonderen Beziehungen«

 04.08.2026

Israel

Sie wurde auf dem Nova-Festival ermordet: Junger Israeli tot am Grab seiner besten Freundin aufgefunden

»Auch die Freunde der Ermordeten sind Opfer dieser Tragödie«, sagt die Familie von Bar Bechor Asraf.

 04.08.2026

Israel

Präsident Herzog lobt Gaza-Friedensplan

In der israelischen Regierung gibt es Vorbehalte gegen den von US-Präsident Donald Trump entwickelten Plan. Das Staatsoberhaupt ist optimistischer

 03.08.2026

Jerusalem

Netanjahus Kehrtwende im Wahlkampf

Premier Netanjahu will sich offenbar von den Haredim distanzieren, um gemäßigte Likud-Wähler zurückzugewinnen

von Sabine Brandes  03.08.2026

Luftfahrt

Condor nimmt Israel-Flüge wieder auf

Der erste planmäßige Flug landete am Samstagabend am Flughafen Ben Gurion – mit vollständig ausgelasteter Maschine

 03.08.2026

Jerusalem

Katz bestreitet, Generalmajor im Live-Interview gefeuert zu haben

Der Verteidigungsminister spricht von einer »glatten Lüge und Teil einer politischen Kampagne gegen die Regierung«

 03.08.2026