Diplomatie

Den Kreis schließen

Spitzendiplomat Ron Prosor Foto: imago/Xinhua

Der erfahrene Diplomat Ron Prosor wird neuer Botschafter Israels in Deutschland. Prosor, der Jeremy Issacharoff ablöst, leitet derzeit das Abba-Eban-Institut für internationale Diplomatie an der Reichman-Universität in Herzliya. Von 2011 bis 2015 war er Gesandter seines Landes bei den Vereinten Nationen.

Außenminister Yair Lapid sagte, Prosors Ernennung »symbolisiert die Bedeutung der israelisch-deutschen Beziehungen und die weitere Stärkung der Zusammenarbeit mit der neuen Regierung in Berlin. Prosors Erfahrung und langjährige Zusammenarbeit mit dem israelischen Außenministerium werden einen großen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen auf der internationalen Bühne leisten«.

beziehungen Seit 1986 arbeitet der heute 63-Jährige im israelischen Außenministerium. Während seiner Tätigkeit als Sprecher der Botschaft in Bonn war er einer der ersten israelischen Vertreter, die Beziehungen zu Ostdeutschland unterhielten. Nach der deutschen Wiedervereinigung bemühte er sich um den Aufbau von Beziehungen zu den neuen Bundesländern.

Seit 1986 arbeitet der heute 63-Jährige im israelischen Außenministerium.

Zwischen 2004 und 2007 war er Generaldirektor des Außenministeriums in Jerusalem und beaufsichtigte im Jahr 2005 den Rückzug Israels aus Gaza. In mehr als drei Jahrzehnten erarbeitete sich Prosor einen internationalen Ruf als einer der angesehensten Diplomaten Israels. In der Armee stieg er bis zum Major auf und studierte anschließend Politikwissenschaft in Jerusalem. Seinen Master schloss er mit Auszeichnung ab. Ron Prosor ist verheiratet, er hat drei Kinder und vier Enkelkinder.

lehrtätigkeit Neben der diplomatischen und Lehrtätigkeit ist er Autor und Kommentator. Seine Artikel sind in bedeutenden englisch- und hebräischsprachigen Zeitungen erschienen. 2017 wurde er vom Washington Institute of Near East Policy mit dem Scholar-Statesman Award ausgezeichnet.

»Ich bin aus tiefstem Herzen bewegt, den Kreis zu schließen und als israelischer Botschafter nach Deutschland zurückzukehren, dem Geburtsort meines Vaters Uri«, sagte Prosor nach der Ernennung. Er dankte Minister Lapid für das Vertrauen und versprach, sein Bestes zu tun, um die besonderen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken.

Meinung

Was für eine Anmaßung!

Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir sagt, das Gesetz zur Todesstrafe werde dem Volk Israel »den Stolz zurückbringen«. Dabei steht es im Widerspruch zu fundamentalen Werten des Judentums

von Esther Schapira  31.03.2026

Libanon

Zerstörung von Grenzdörfern soll Bedrohung durch Terror beenden

Israels Verteidigungsminister Katz kündigt drastische Maßnahmen im Süden des nördlichen Nachbarlandes an. Von dort aus erfolgen seit Jahren Angriffe der Hisbollah

 31.03.2026

Israel

Übergriff, Löwen, Haushalt

Kurznachrichten

von Sabine Brandes  31.03.2026

Knesset-Beschluss

Reaktionen auf das Gesetz zur Todesstrafe

Rechte israelische Politiker feiern und die USA respektieren die Entscheidung. Scharfe Kritik kommt von Teilen der Opposition in Jerusalem und aus Europa

 31.03.2026

Israel

»Hoffentlich der letzte Krieg«

Der militärische Konflikt mit dem Iran dauert an. Wir haben nachgefragt, wie Israelis diese schwierige Zeit zu Pessach erleben

von Sabine Brandes  31.03.2026

Mascha Malburg

Jerusalem ist allen heilig

Regelmäßig knirscht es vor Ostern zwischen Christen und den israelischen Behörden. Unsere Redakteurin wünscht sich nach dem neuesten Vorfall an der Grabeskirche mehr gegenseitiges Verständnis

von Mascha Malburg  31.03.2026

Interview

»In Ägypten blieb mir der Mund offenstehen«

Der Tanach-Gelehrte Rabbiner Joshua Berman hat die erste Haggada aus Sicht des Alten Ägyptens verfasst. Im Interview spricht er über sein Werk und einen Besuch in dem Land, das die Juden einst verließen

von Sabine Brandes  31.03.2026

Jerusalem

Netanjahu zum Iran-Krieg: »Wir sind deutlich über die Hälfte hinaus«

Nach Angaben des Ministerpräsidenten richtet sich die aktuelle Phase der Operation vor allem auf den Umgang mit angereichertem Uran

 31.03.2026

Nahost

Vier Soldaten sterben im Süd-Libanon

Die Lage im Überblick

 31.03.2026