Israel

Buschfeuer drohen, außer Kontrolle zu geraten

Feuerwehren in der Nähe des Moschaws Eschtaol im Einsatz. Foto: Flash90

Durch die extreme Hitze der vergangenen Tage sind in Israel mehrere Brände ausgebrochen. Seit Tagen weht ein Wüstenwind, der sogenannte Scharaw, durch das Land, der Temperaturen bis zu 34 Grad mit sich bringt. Die Feuerwehr gab an, dass am Mittwoch der Befehl »Feuersturm« aktiviert wurde, da die akute Gefahr bestehe, dass die Brände außer Kontrolle geraten könnten.

Derzeit sind Dutzende Feuerwehrmannschaften damit beschäftigt, die Feuer zu bekämpfen. Auch mehrere Löschflugzeuge, Hubschrauber und Teams von KKL/JNF sind bereits im Einsatz. »Das Feuer breitet sich windabhängig aus, und die Einsatzkräfte arbeiten gleichzeitig am Boden und aus der Luft daran, den Brand einzudämmen«, heißt es in einer Erklärung der Rettungskräfte.

Am Nachmittag wurden zwei Gemeinden evakuiert

Die beiden Gemeinden Eschtaol und Mesilat Zion wurden am Nachmittag wegen der Gefahr für die Bewohnerinnen und Bewohner evakuiert. Die Sicherheitsbehörden sperrten zudem die Schnellstraße 38, eine wichtige Verkehrsader von dort nach Jerusalem.

Das Feuer sei anfangs in der Nähe des Moschaws Tarum in der Nähe von Jerusalem ausgebrochen. Obwohl die Gemeinde rund 25 Kilometer entfernt ist, war sogar in der Großstadt selbst Rauch zu spüren und eine rapide Verschlechterung der Luftqualität.

Auch Teile der Autobahn Nummer 6 südlich der zentralen Stadt Rechowot wurden gesperrt, wodurch sich kilometerlange Staus bildeten. Autofahrer wurden dabei gesehen, wie sie ihre Fahrzeuge verlassen. Der Nachrichtenkanal 12 berichtete anschließend, dass Feuerwehrmannschaften Fahrer entlang der Strecke anweisen mussten, ihre Pkw stehenzulassen und sich zu Fuß in Sicherheit zu bringen. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten Menschen, die in dichtem Rauch auf der Autobahn nahe Rechowot entlanggehen.

»Die Rettungskräfte arbeiten dauerhaft daran, das Vordringen der Feuer zu stoppen und zu verhindern, dass es bewohnte Gebiete erreicht.«

Gleichzeitig forderte die Verkehrsbehörde der Polizei die Bevölkerung auf, die von den Bränden betroffenen Gebiete zu meiden, den Anweisungen der Beamten zu folgen und alternative Routen zu wählen.

Die Eisenbahnverwaltung gab am Nachmittag bekannt, dass aufgrund der Brände und unter Anleitung der Feuerwehr der Zugverkehr auf den Strecken nach Beit Schemesch sowie zwischen Lod und Be’er Sheva eingestellt wurde. Es gebe die Befürchtung, dass sich das Feuer auf die Gleise ausbreiten könnte. Allein in diesen Gebieten, gaben die Feuerwehren an, seien 20 Löschzüge im Einsatz. »Die Rettungskräfte arbeiten dauerhaft daran, das Vordringen der Feuer zu stoppen und zu verhindern, dass es bewohnte Gebiete erreicht.«

Wetterdienst hatte vor extremen Temperaturen gewarnt

Die Brände werden durch die heißen, starken Winde angefacht und weiten sich zusehends aus. Der Befehl »Feuersturm« wird bei besonders schweren Brandbedingungen erlassen.

Der israelische Wetterdienst hatte für Dienstag und Mittwoch vor »extremem Wetter mit der Möglichkeit rekordverdächtiger Temperaturen« gewarnt. Klimamodelle zeigen, dass solche großflächigen Brände immer häufiger auftreten und sich schneller ausbreiten, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass die Klimakrise die Temperaturen steigen lässt und noch extremere Verhältnisse mit trockeneren Bedingungen verursacht.

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