Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Der letzte Pole Dance in der Minerva-Bar Foto: Flash 90

ausgesprochen
Reden ist Gold. Die beiden Brüder Omer und Sela Nevo, Studenten der Universität Tel Aviv, haben in der vergangenen Woche die Weltmeisterschaft im Debattieren in der Kategorie »Englisch als Fremdsprache« gewonnen. An dem Wettbewerb in der philippinischen Hauptstadt Manila nahmen mehr als 1.000 Angehörige von etwa 15o Universitäten aus aller Welt teil. Die Nevo-Brüder hatten bereits vor sechs Monaten bei der europäischen Debattiermeisterschaft in Irland den Sieg errungen. Die Endrunde, die die beiden Israelis gegen Herausforderer aus Deutschland, den Niederlanden und Malaysia für sich entschieden, hatte das vorgegebene Thema: Ethische Fragen bei der Erforschung des Klimawandels.

ausbezahlt
Jetzt ist schon wieder was passiert. Der ehemalige Premierminister Ehud Olmert wurde ein weiteres Mal wegen Bestechlichkeit angeklagt. Olmert war im Herbst 2008 aufgrund diverser Korruptionsvorwürfe von seinem Amt als Regierungschef zurückgetreten. Die jetzige Anklage bezieht sich nach Angaben des Justizministeriums auf Olmerts Zeit als Bürgermeister von Jerusalem (1993–2003). Damals soll er von den Bauherren der überdimensionierten Luxuswohnanlage »Holyland« im Süden der Hauptstadt ungefähr eine Million Schekel an Schmiergeldern ange- nommen haben. Neben Olmert sitzen auch sein Nachfolger im Rathaus von Jerusalem, Uri Lupolianski, sowie 16 weitere Politiker und Beamte auf der Anklagebank. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet lediglich auf Korruption – Verschandelung des Stadtbildes ist kein Straftatbestand.

ausgefeiert
Schluss mit »women only«. Die Beit-Hashoeva-Bar, die einzige Bar in Tel Aviv, die ausschließlich für Lesben geöffnet war, schließt ihre Pforten nach 14 Jahren. In den knapp anderthalb Jahrzehnten ihres Bestehens hat die Minerva-Bar, wie sie ursprünglich hieß, zahlreiche Umbrüche erlebt. Im Keller befand sich zuerst eine Galerie, später dann ein Darkroom. Eine Bühne und ein Raucherzimmer wurden eingerichtet, ein Billardtisch hineingestellt und wieder entfernt. Rote Laternen beleuchteten die schwarzgestrichenen Wände. Nach einem Brand vor einigen Jahren wurde das Minerva komplett renoviert und wechselte mehrfach den Besitzer. Deren jüngster will das Gebäude, in dem sich die Bar befindet, nun in ein Luxuswohnhaus umwandeln. Am vergangenen Wochenende ließ es Tel Avivs lesbische Community daher noch ein letztes Mal richtig krachen.

ausgeknipst
Auch in Israel kommt jetzt das Aus für die klassische Glühbirne. Seit dem 1. Januar dürfen keine 60- und 100-Watt-Birnen mehr verkauft werden. Das Energie- und Wasserministerium will diese Maßnahme als Teil des nationalen Energiesparprogramms verstanden wissen, mit dem bis zum Jahr 2020 der landesweite Energieverbrauch um 20 Prozent verringert werden soll. Die traditionelle Glühbirne gilt als ineffizient, weil sie nur etwa zehn Prozent des zu ihrem Betrieb benötigten Stroms in Licht umwandelt. Doch womöglich hat die wegen ihres warmen Lichts beliebte Glühbirne dennoch eine Zukunft im Heiligen Land: Das Energieministerium möchte den Kauf und Verkauf zwar mit 1.000 Schekel pro Lampe bestrafen, hat es jedoch versäumt, den entsprechenden Vorschlag fristgerecht dem Justizministerium vorzulegen.

ausgespäht
Die neue Front ist der Cyberspace. Die israelische Armee will sich künftig besser auf Hacker-Angriffe vorbereiten. Der Leiter der »Cyber Defense«-Einheit der IDF sagte, das Internet habe sich im vergangenen Jahr zu einem weiteren Kriegsschauplatz entwickelt. Jüngster Anlass für die Besorgnis der Militärs ist die Aktion zweier Hacker aus Saudi-Arabien beziehungsweise Kuweit, die kürzlich die Bank- und Kreditkartendaten von mehr als 20.000 israelischen Bürgern ausgespäht und für illegale Abhebungen genutzt haben. Zudem veröffentlichten sie private Daten wie Namen, Telefon- und Ausweisnummern der Kreditkartenbesitzer im Internet. »Dieser Vorfall hat eine neue Qualität«, sagte der Armeeangehörige über diesen bisher größten Fall von Datendiebstahl in der israelischen Geschichte. Vize-Außenminister Danny Ayalon kündigte an, solche Hacker-Angriffe künftig wie »terroristische Akte« zu behandeln.

Westjordanland

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Jahrestag

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Gaza

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Geiseln

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Interview

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7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

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