Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Held von 1973: Avigdor Ben-Gal Foto: Flash 90

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Auf die Schnelle

Buch, Finanzen, Einigung

von Sabine Brandes  15.02.2016 19:07 Uhr

Gratis
Reisen durch das Heilige Land müssen nicht teuer sein. Auch mit kleinem Budget kann jeder Israelbesucher viel Neues entdecken, lässt das staatliche israelische Fremdenverkehrsbüro wissen. Neben zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Museen gibt es Konzerte, Kultur- und Sportveranstaltungen sowie diverse Straßenfeste und Märkte, die nicht einen Schekel Eintritt kosten. Das Land verfügt darüber hinaus über viele natürliche und historische Sehenswürdigkeiten. Ob biblische Stätten oder Bauhaus-Siedlung – es lohnt sich, das »Freilichtmuseum Israel« zu Fuß und auf eigene Faust zu erkunden. Alle Gratis-Highlights sind jetzt auf der Webseite www.goisrael.de zusammengefasst.

Buch
Der Aleppo-Kodex ist von der UNESCO als besonders wertvolles Objekt anerkannt worden. Der Kodex, der in der ständigen Ausstellung des Jerusalemer Israel-Museums zu sehen ist, gilt als älteste Abschrift der hebräischen Bibel. Geschrieben wurde er im 10. Jahrhundert in Israel. Seine Geschichte liest sich so spannend wie ein Thriller: Die jüdische Gemeinde der Karaiter kaufte den Kodex etwa 100 Jahre nach seiner Entstehung. Während des Ersten Kreuzzuges wurde er gestohlen und nach Kairo verschafft. Gegen ein hohes Lösegeld gelangte er in die dortige Synagoge der Karaiter. Angeblich nahm später ein Nachfahr von Maimonides das Buch mit nach Aleppo, wo es fünf Jahrhunderte lang verblieb. Nach der Gründung des jüdischen Staates 1948 schaffte ein syrischer Jude die Schrift außer Landes und brachte sie nach Israel. In den Wirren der Zeit gingen allerdings einige Seiten verloren. Im Register der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur sind bereits rund 300 Objekte aufgelistet.

Kommandant
Der berühmte israelische General Avigdor »Yanusch« Ben-Gal ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Geboren wurde er 1936 im polnischen Lodz. Ben-Gal war bekannt geworden, als er die syrischen Truppen während des Jom-Kippur-Krieges 1973 davon abhielt, weiter auf die Golanhöhen in Richtung Israel vorzudringen. 175 israelische Panzer standen damals 700 syrischen gegenüber. Doch dem Kommandanten Ben-Gal gelang es, den Feind so lange aufzuhalten, bis Verstärkung anrückte.

Treffen
Hochrangiges Treffen: Der israelische Verteidigungsminister Mosche Yaalon hat sich während der Münchner Sicherheitskonferenz mit dem jordanischen König Abdullah getroffen. Anschließend sagte Yaalon, die beiden hätten die bilateralen Beziehungen ihrer Länder sowie Möglichkeiten, wie ein Frieden zwischen Israelis und Palästinensern vorangebracht werden könnte, besprochen. Dass das Treffen öffentlich gemacht wurde, ist eher ungewöhnlich. Normalerweise werden die Beziehungen zwischen Israel und Jordanien nicht an die große Glocke gehängt, um den jordanischen König in seiner Heimat nicht zu schwächen.

Finanzen
Israels internationale Kreditwürdigkeit steht nach wie vor bei A+. Die Ratingagentur Standard & Poor’s erklärte zudem, die Zukunftsaussichten seien positiv. Die Vertreter von S&P, die das Land kürzlich besuchten, schätzten, dass Israels Haushaltsdefizit 2016 unter drei Prozent der Verschuldungsrate liegen wird. »Die gute Prognose setzt sich aus den Annahmen zusammen, dass die Regierung die öffentlichen Haushalte stabil hält und dass der Einfluss der Sicherheitsrisiken innerhalb der nächsten zwei Jahre die Wirtschaft nicht wesentlich beeinflusst«, so die Begründung.

Unfall
Sechs Menschen starben am vergangenen Sonntagabend auf der Autobahn Nummer eins, als ein Bus in einen Lkw raste. Unter den Toten sind auch Kinder. Mindestens zwölf weitere wurden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Der Fahrer des Linienbusses war schon vorher wegen aggressiven Fahrens aufgefallen. Er hatte 2013 auf derselben Route der Nummer 402 von Jerusalem nach Bnei Brak einen Unfall verursacht, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Erst vor einer Woche war ihm wieder erlaubt worden, Fernstrecken zu fahren. Der Polizei zufolge versuchte der Busfahrer, den Verkehr zu umgehen, und steuerte auf den Standstreifen, wo der Laster stand. Bei dem Unfall wurde die gesamte rechte Seite des Busses aufgerissen. Hier saßen die meisten der Opfer. Unter ihnen sind Yaakov Haschin (27), Israel Weinberg (26), Haya Frankel (23) und Levi Yitzhak Amadi (17).

Einigung
Israel und die Europäische Union wollen sich wieder vertragen. Nach einer dreimonatigen Funkstille, die durch die Entscheidung der EU entstanden war, Produkte aus jüdischen Siedlungen zu etikettieren, kommuniziert man wieder. Am vergangenen Freitag telefonierte Regierungschef Benjamin Netanjahu mit der EU-Außenministerin Federica Mogherini. »Beide einigten sich darauf, dass die Beziehung mit Vertrauen und gegenseitigem Respekt geführt werden soll«, heißt es in einer Erklärung des israelischen Außenministeriums.

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