Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Cave Canem: Husky-Dame Kaia Foto: Flash 90

Kontrollen
Es gibt wieder Kontrollen an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel in Jerusalem. Im Zuge der jüngsten Gewaltwelle in der Stadt hat Verkehrsminister Israel Katz zusätzliches Sicherheitspersonal bewilligt. Die 300 Angestellten sollen vor allem die Busse und den Light Rail bewachen. »Allein ihre Präsenz kann die Gefahr auf ein Minimum reduzieren und sogar verhindern«, ist sich der Minister sicher. Bei den Sicherheitsleuten handelt es sich um ehemalige Soldaten aus Kampfeinheiten, die alle mit Uniform, Waffe und Funk ausgestattet sind. Es ist ihnen auch gestattet, bei Verdacht Menschen zu durchsuchen.

Gesetz
Nachdem Kaia, die Husky-Hündin des Premierministers Benjamin Netanjahu, zwei Knessetabgeordneten in die Hand gebissen hat, musste er – wie es das Gesetz fordert – den Hund in eine zehntägige Quarantäne geben. Das behagt Netanjahu gar nicht. Auf seiner Facebook-Seite postete er, die Vorschrift, ein Tier nach einem Biss in Quarantäne zu geben, sei »fehlerhaft«. Nach Kaias Entlassung wolle er mit Experten entscheiden, wie man die Regeln überarbeiten könne.

Soldat
Wie erst jetzt bekannt wurde, ist ein muslimischer Israeli zur Terrororganisation IS übergelaufen. Der 25-Jährige hatte zuvor einen dreijährigen Dienst in einer Kampfeinheit der israelischen Armee abgeleistet. Er soll dem Militär beigetreten sein, nachdem er sich mit seinen Eltern überworfen hatte. In israelischen Medienberichten heißt es, dass der Mann aus einem arabischen Dorf im Norden Israels stamme und angeblich seit mehr als fünf Jahren keinen Kontakt mehr zu seiner Familie habe. Er soll zunächst in die Türkei und von dort aus nach Syrien, in ein von dem IS-kontrolliertes Gebiet, gereist sein. Wo genau er sich aufhält, sei allerdings unklar.

Piano
Klänge für die Verständigung: Die israelische Vertretung in den Vereinten Nationen unterstützt ein Projekt, bei dem elf jüdische, muslimische und christliche Musiker aus sechs Kontinenten zusammen spielen. »United Pianos« ist von dem israelischen Musiker Idan Raichel und dem Komponisten Tomer Biran ins Leben gerufen worden. Alle Pianisten spielen eine spezielle Version von Sergei Prokofjews berühmter Oper Peter und der Wolf. In dem Video treten neben Raichel unter anderem Künstler aus Deutschland, den USA, der Türkei, Polen, Indien und Vietnam auf. Darunter auch Meytal Cohen, ein israelischer Schlagzeuger. Botschafter Danny Danon sagte: »Musik ist eine globale Sprache, die die Kraft hat, uns alle zusammenzubringen, die kulturelle und politische Gräben überwinden kann.«

Plan
Zuerst die gute Nachricht: Die A&M University Texas eröffnet in Israel ein Forschungszentrum für Meeresbiologie. Das Sechs-Millionen-Dollar-Projekt soll sich Projekten im und um das Mittelmeer widmen. Jetzt die weniger gute: Eigentlich hatte die amerikanische Universität vorgehabt, viel mehr zu investieren. In Nazareth wollte sie eine Friedensuniversität errichten. 200 Millionen Dollar waren dafür bereits eingeplant. Die Initiatoren, die ihre Hochschule als Bindeglied zwischen Juden und Arabern sehen wollten, machten allerdings einen Rückzieher, nachdem die Offiziellen in der Stadt dem Projekt Friedensuni ihren politischen Stempel aufdrücken wollten.

Brief
Die Eltern des für tot erklärten israelischen Soldaten Oron Shaul haben sich an die Terrororganisation Hamas gewandt, um Informationen über ihren Sohn zu erhalten. Wie Orons Mutter Zahava auf einer Pressekonferenz erklärte, habe die Familie große Ungewissheit über den Verbleib ihres Kindes. Der 20-jährige Oron war im Juli 2014 in einem gepanzerten Fahrzeug von einer Rakete getroffen worden. Insgesamt saßen sieben IDF-Soldaten in dem Vehikel, doch nur sechs seiner Kameraden wurden identifiziert. Zahava Shaul sagte, dass die Familie keine zuverlässigen Angaben über das Schicksal ihres Sohnes habe. »Diese Situation kann so nicht weitergehen. Eineinhalb Jahre lang ist nichts geschehen«, so Shaul in ihrem Brief an Hamas-Anführer Ismail Haniye. Die Hamas erwiderte knapp, sie kommuniziere nicht mit Angehörigen von Soldaten.

Umfrage
70 Prozent der Israelis sind unzufrieden mit ihrer Gesundheitsversorgung. Laut einer Umfrage von internationalen Arzneimittelfirmen und israelischen Pharmaunternehmen gab ein Drittel der Befragten an, es falle ihnen schwer, monatlich 1000 Schekel (rund 240 Euro) für Medikamente zuzubezahlen. Lediglich 5,5 Prozent sagten, sie seien zufrieden. Der israelische Gesundheitsminister Yaakov Litzman drängt auf eine schnelle Reform, die vor allem lebensrettende Medikamente gegen schwere Krankheiten wie Krebs für alle zugänglich machen würde. Bislang benötigen an Krebs erkrankte Patienten eine Zusatzversicherung für diese Medikamente.

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

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Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

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Kibbuz Nahal Oz

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff entsteht die Kollektivsiedlung neu

Der 7. Oktober 2023 hat eine tiefe Wunde in die israelischen Gemeinden entlang des Gazastreifens gerissen. Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange – mit gemischten Gefühlen

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Jerusalem

Herzog über mögliche Linken-Regierung in Berlin: »Das ist äußerst verstörend«

Im ausführlichen Interview mit der WELT spricht der israelische Präsident auch über den »Fly Dubai«-Angriff, den Iran und das britische Embargo gegen sein Land

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Tel Aviv

Nach Geiselhaft: »Das Leben wird nie wieder dasselbe sein«

Am 07. Oktober 2023 überfielen Terroristen aus dem Gazastreifen Grenzorte in Israel. Sie ermordeten und entführten viele Menschen, darunter auch Deutsche. Wie geht es den ehemaligen Geiseln heute?

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Besuch

Berlins scheidender Regierungschef reist nach Israel

Israels Botschafter in Deutschland äußerte kürzlich Sorge um die Sicherheit der jüdischen Community in der deutschen Hauptstadt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner reist nun nach Tel Aviv

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Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Tel Aviv

»Es ist viel sicherer, mit einer israelischen Airline zu fliegen«

Der Sicherheitsexperte Eyal Tsir Cohen über den Anschlag auf den »Fly Dubai«-Flug, die aktuelle Terrorbedrohung im Luftverkehr und die Effizienz israelischer Maßnahmen

von Detlef David Kauschke  02.10.2026

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Co-Pilot aus Oman trotz Einreiseverbot mehrfach nach Israel geflogen

Warum wurden Sicherheitsregeln nicht umgesetzt?

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