Luftverkehr

Abflug nach Tel Aviv

Die Kraniche fliegen wieder nach Tel Aviv Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Lufthansa fliegt wieder nach Tel Aviv. Nach längerer Pause geht es ab dem 1. Februar wieder von Frankfurt und München Richtung Israel. Die Airline hatte die Flüge aufgrund der Sicherheitslage eingestellt. Nun nehmen auch die zur Lufthansa Group gehörenden Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines die Verbindung wieder in ihren Flugplan auf. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher der Jüdischen Allgemeine.

Eurowings bietet ab dem 2. Februar wieder Flüge ab Düsseldorf (dreimal wöchentlich) an. Neu ist nach Unternehmensangaben ab dem 3. Februar die Verbindung aus Hamburg (zweimal wöchentlich) nach Tel Aviv. Die Lufthansa-Tochter wirbt mit Schnäppchenpreisen ab 99,99 Euro.

Ab dem 30. März will auch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair wieder Richtung Israel starten. Und von der britischen EasyJet heißt es, dass ab dem 1. Juni wieder Flüge nach Tel Aviv angeboten werden sollen, unter anderem auch von Berlin.

»Zehn europäische Fluggesellschaften haben die sofortige Wiederaufnahme des Flugbetriebs vom Ben Gurion Airport aus angekündigt. Weitere werden folgen«, bestätigte eine Sprecherin der Flughafenverwaltung der Jüdischen Allgemeine. »Wir gehen davon aus, dass das Passagieraufkommen in diesem Monat 1,3 Millionen Reisende übersteigen wird, mit Flügen von 40 internationalen Fluggesellschaften.«

Lesen Sie auch

Inzwischen bilden sich am Flughafen Ben-Gurion bereits wieder längere Schlangen am Check-In und den Sicherheitskontrollen. Zeitweise werden bereits bis zu 50.000 Fluggäste pro Tag gezählt. Vor dem Krieg waren es doppelt so viele, seit Oktober 2023 lediglich 10.000 bis 15.000 Passagiere täglich. Aufgrund der erhöhten Nachfrage soll ab April auch der alte Terminal 1 wieder für den internationalen Verkehr genutzt werden.

Nach Angaben des Staatlichen Israelischen Tourismusbüros in Berlin hat EL AL zudem angekündigt, dass die Airline in den kommenden Monaten ihre Flugverbindungen ab Deutschland erhöhen wird. So sollen ab Frankfurt bis zu neun Flüge und ab München bis zu acht Flüge pro Woche angeboten werden, zudem acht wöchentliche Flüge nach Tel Aviv ab Berlin.

Ksenia Kobiakov, Direktorin des Tourismusbüros, begrüßt die Entwicklung: »Die Erhöhung der Flugverbindungen ist ein positives Signal für den Tourismus in Israel sowie eine wichtige Voraussetzung, um Reisen nach Israel wieder anzukurbeln.« ddk

Krieg

Netanjahu fordert Ermittlungen gegen Soldaten im Film »NAZA«

Der Premier wirft den anonymen Beteiligten mögliche Straftaten im Zusammenhang mit der Weitergabe geheimer Informationen vor

von Sabine Brandes  13.10.2026

Interview

»Wenn wir weder denken noch irgendetwas tun müssen – was machen wir dann?«

Der israelische Mathematiker Assaf Hasson warnt vor oberflächlichen Antworten, undurchsichtigen Beweisen und einer Generation, die sich zu sehr auf Künstliche Intelligenz verlässt

von Sabine Brandes  13.10.2026

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Korruption

Bestechungsring in der Vorstadt

Umschläge voller Bargeld, Luxusuhren und teure Autos: Der Bürgermeister von Kfar Saba und seine Frau sollen Geschäftsleuten gegen Zahlungen lukrative Aufträge verschafft haben. 17 Verdächtige wurden festgenommen

von Sabine Brandes  12.10.2026