Deutsch-israelische Freundschaft

100 gute Verbindungen

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat Foto: Flash 90

Tel Aviv und Köln gehören dazu. Ebenso Osnabrück und Ramat Hascharon, Berlin und Holon sowie Dortmund und Netanja. Mehr als 100 sind es insgesamt. Die Partnerschaften zwischen israelischen und deutschen Städten sind tief und gut. Jetzt trafen sich in Jerusalem Bürgermeister, Mitarbeiter der Kommunen sowie Ehrenamtliche aus beiden Ländern zum Austausch.

Die Konferenz »In Freundschaft verbundene Städte« fand zum ersten Mal in Israel statt. Mehr als 150 geladene Gäste kamen dafür in die Hauptstadt. Den Auftakt machte eine Galaveranstaltung, bei der Staatspräsident Schimon Peres zu den Gästen sprach: »Die offiziellen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel basieren auf ihren guten Verbindungen und Freundschaften. Unsere gemeinsame Vergangenheit dürfen wir nicht vergessen, aber sie hilft uns heute auch im Kampf gegen Rassismus und Intoleranz.«

Einsatz Auch Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat und der deutsche Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, waren anwesend. Michaelis übergab den großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland persönlich an den Bürgermeister von Haifa, Yona Yahav, für dessen unermüdlichen Einsatz in Sachen Verbesserung der Beziehungen beider Länder.

Schlomo Buhbut, Vorsitzender der Union israelischer Lokalverwaltungen, machte deutlich, dass »in einer Zeit des Mangels an Dialog und Diplomatie die lokalen Behörden dieses Vakuum füllen. Wir reißen Grenzen ein und bilden mit unserer länderübergreifenden Kooperation zwischen Israel und Deutschland einen Dialog.«

In sechs verschiedenen Workshops wurden unter anderem Themen wie Multikultur in den Städten, soziale Heterogenität, Krisenmanagement, Stadterneuerung, Jugend sowie die »grüne Stadt« diskutiert.

»Auf unserer Tagesordnung stehen vor allem Punkte, die für beide Staaten relevant sind. Sowohl auf lokaler wie auf internationaler Ebene«, erklärte Ruth Wassermann, Leiterin der internationalen Abteilung der Union israelischer Lokalverwaltungen. »Wir verpflichten uns der Zukunft der Beziehungen unserer Länder. Das hat besondere Bedeutung in Zeiten, in denen sich Europa in einer Wirtschaftskrise befindet und Deutschland als Schlüssel sowie als einer der Anführer der Weltwirtschaft gilt.«

Nachrichten

Vermisst, Einmischung, Deal

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  24.03.2026

Israel

Lex Haredim auf Eis

Zustimmung zum Kriegshaushalt erkauft

von Sabine Brandes  24.03.2026

Libanon

Israel will Gebiet bis Litani-Fluss kontrollieren

Der israelische Verteidigungsminister will die Pufferzone zwischen Israel und der Hisbollah vergrößern

 24.03.2026

Tel Aviv

NGO warnt vor Begnadigung Netanjahus

Die Organisation Movement for Quality Government fordert Kulturminister Eliyahu auf, von einer Begnadigungsempfehlung an Staatspräsident Isaac Herzog abzusehen

 24.03.2026

Nahost

Libanon weist iranischen Botschafter aus

Die Lage zwischen der Hisbollah und Israel spitzt sich immer weiter zu. Die Regierung in Beirut trifft nun weitere Maßnahmen, um den iranischen Einfluss einzudämmen

 24.03.2026

Dating

Dating-Plattform OKCupid startet hebräische Version

Ein Schwerpunkt liegt auf der Einbindung traditioneller und religiöser Nutzergruppen

 24.03.2026

Affen

Seltene Orang-Utan-Geburt erwartet: Zoo in Jerusalem hofft auf Nachwuchs

Die Schwangerschaft ist kein Zufall, sondern Ergebnis eines koordinierten Zuchtprogramms

 24.03.2026

Vatikan

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem lädt Papst Leo nach Jerusalem ein

Rund zwei Millionen Menschen besuchen jährlich die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, die der versuchten Vernichtung des jüdischen Volkes in Nazi-Deutschland gewidmet ist. Nun wurde auch der Papst dorthin eingeladen

 24.03.2026

Nahost

Sechs Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Tel Aviv

Selbst Abgeordnete der Knesset mussten eine Parlamentssitzung unterbrechen und zeitweise Schutzräume aufsuchen

 24.03.2026