Yaron Engelmayer

Zwischenstopp Köln

Israels aschkenasischer Oberrabbiner Jonah Metzger ist ein flexibler Mann. Zusammen mit seinem sefardischen Kollegen Shlomo Amar hatte er den Erzbischof von Canterbury Rowan Douglas Williams besucht. Auf der Rückreise aus England entschied er sich, kurz mal in Köln vorbeizuschauen, um dem neuen Gemeinderabbiner Yaron Engelmayer zu gratulieren und ihn zu segnen. Die Synagogen‐Gemeinde hatte sich schnell auf den mittlerweile dritten Besuch des Oberrabiners eingestellt. An dem festlich dekorierten Tisch auf der Bühne nahmen die vier verdienten Gemeindemitglieder Platz, um ihre Unterschrift neben die von Jonah Metzger auf die Urkunde zur Bestellung des Rabbiners zu setzen. Oberrabbiner Metzger legte seinem Kollegen Engelmayer einen Tallit um.
Für Ronald Graetz vom Gemeindevorstand ist der Besuch von Metzger ein weiterer Hinweis auf die guten Verbindungen zum israelischen Oberrabbinat und die „hervorragende Reputation, die die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen genießt“. Metzger dankte der Gemeinde für einen besonnenen Umgang mit den „alten Angelegenheiten“ um den Weggang von Rabbiner Teitelbaum.
Am nächsten Morgen schaute sich der Gast Grundschule und Kindergarten der Gemeinde an. Beim Treffen mit den Kollegen von der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands, die derzeit nur einen amtierenden Vorstand hat, dominierten Fachgespräche. Metzger bot ihr jede Unterstützung an. Mit einem Tag Verzögerung trat der Oberrabbiner schließlich den Heimflug nach Israel an. hso

Fußball

»Wusste nicht, was Nazi-Gruß ist«

Torwart des Premiere-League-Clubs Crystal Palace entgeht mit einer sehr besonderen Begründung einer Strafe

 16.04.2019

Ferdinand von Schirach

Die zweite Schuld

Der Autor stellt Studie über Raubkunst in seiner Familie vor – und fordert Nazi-Nachkommen zu Transparenz auf

 12.04.2019

USA

Polizeihund darf nicht »Rommel« heißen

Mit den Worten »Willkommen an Bord, Rommel!« hatte das Sheriff-Büro den Neuzugang stolz vorgestellt

 08.04.2019