Tourismus

»Wir stehen sehr gut da«

Herr Neumann, Sie kehren jetzt nach Is‐
rael zurück. Wie waren die zwei Jahre im Israelischen Verkehrsbüro in Berlin?
Sehr erfolgreich. Wir haben in dieser Zeit die Besucherzahlen aus Deutschland deutlich verbessern können. Im vergangenen Jahr hatten wir ein Plus von 40 Prozent. Wir hoffen, auch in diesem Jahr auf hohem Ni‐
veau zu bleiben, trotz Gasakonflikt und Wirtschaftskrise.

Dennoch ist der Israel‐Tourismus insgesamt in den ersten Monaten dieses Jahres um 20 Prozent zurückgegangen.
Ja, aber die Zahlen aus Deutschland sind deutlich besser. Wir hatten nur 5 Prozent Rückgang und stehen damit im weltweiten Vergleich sehr gut da. Das ist ein Ergebnis unserer Bemühungen, unserer Kampagne in den Printmedien und im Fernsehen, und der Unterstützung der Reisebüros, Veranstalter und Airlines.

Air Berlin hat gerade eine Linienverbindung nach Tel Aviv aufgenommen. Ist Berlin eine so wichtige Destination?
Tel Aviv ist ein wichtiges Ziel für Deutsche, Berlin ein beliebtes Ziel für Israelis. Ich freue mich, dass die zweitgrößte Airline Deutschlands Israel in den Sommer‐ und auch Winterflugplan aufgenommen hat. Insgesamt haben wir damit durch Linien‐ und Chartergesellschaften wöchentlich 13 Flüge von Berlin.

Wie haben Sie in der Zeit das jüdische Berlin erlebt?
Sehr positiv. Ich habe mit meiner Familie ein reiches jüdisches Leben in dieser Stadt kennengelernt. In positiven Momenten, aber auch in schwieriger Zeit. Meine Mutter war im Pflegeheim der Gemeinde und ist erst kürzlich verstorben. Sie ist dort bis zum Schluss sehr gut betreut worden. Wir haben sehr viel Unterstützung von der Sozial‐ und Kultusabteilung der Gemeinde erfahren.

Ein trauriges Ereignis. Werden sie ungeachtet dessen die Stadt und deren Ge‐
meinde in guter Erinnerung behalten?
Selbstverständich, Berlin ist eine tolle Stadt, die in Lebendigkeit und kulturellen Angeboten mit Tel Aviv zu vergleichen ist.

Wer wird Ihre Nachfolge antreten?
Ami Tzubery, er war bislang Direktor Elektronisches Marketing im Tourismusministerium und wird am 2. August in Berlin das Amt übernehmen.

Fußball

Hass-Tweet gegen Cohen

Der israelische Profi vom FC Ingolstadt wird massiv judenfeindlich beschimpft. Jetzt ermittelt der Staatsschutz

 09.03.2019

Sachsen

Thomas Feist wird Beauftragter für jüdisches Leben

Der CDU-Politiker soll unter anderem die Erinnerungskultur und die Bekämpfung des Judenhasses in den Blick nehmen

 07.03.2019

Bundeswehr

Hitlergruß in Kaserne

Rechtsextremismus ist in der Truppe verbreitet

von Stefan Laurin  07.02.2019