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Walser bedauert

Walser bedauert

Der Schriftsteller Martin Walser hat in einem Interview bedauert, ein Versöhnungsangebot des früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Ignatz Bubis, nicht angenommen zu haben. Walser hatte mit Bubis bis zu dessen Tod 1999 heftige Meinungsverschiedenheiten ausgefochten. Bubis hatte den Schriftsteller scharf kritisiert, nachdem Walser in seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels im Oktober 1998 vor einer angeblichen Instrumentalisierung des Holocaust gewarnt hatte. Der Kustos des Jüdischen Museums in Frankfurt, Fritz Backhaus, sagte, das Interview mit Walser sei bei den Vorbereitungen für die Ausstellung „Ignatz Bubis. Ein Jüdisches Leben in Deutschland“ entstanden. Der Direktor des Jüdischen Museums, Raphael Gross, habe vor einigen Wochen mit Walser gesprochen. Dabei habe der Schriftsteller seine Kritik am Holocaust‐Denkmal in Berlin zurückgenommen. Auch seine schroffe Reaktion auf das Gesprächsangebot von Bubis sei ein Thema gewesen. Die Ausstellung zu Bubis’ 80. Geburtstag wurde am Mittwoch eröffnet und wird bis zum 11. November gezeigt. Walser hatte angekündigt, die Ausstellung am Donnerstag zu besuchen. dpa

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