Synagoge

Vorhang auf!

von Marina Maisel

Schier endlos reihten sich die Menschen von allen Seiten am Jakobsplatz und warteten im naßkalten Novemberwetter geduldig darauf, endlich Einlaß ins neue Gemeindezentrum und die Synagoge zu bekommen. Schöner hätte die Geste gar nicht ausfallen können, mit der die Münchner die Juden im Herzen der Stadt willkommen hießen.
Das überwältigende Interesse und die Begeisterung der Münchner haben die Präsidentin der IKG, Charlotte Knobloch, tief berührt: »Allen Münchner Bürgern gilt meine aufrichtige und tief empfundene Dankbarkeit für ihre große Anteilnahme. Möge Gottes Segen uns allen eine friedliche Zukunft und ein bereicherndes Miteinander bescheren.« Aufgeschlossenheit, unvoreingenommene Neugier und Wißbegierde seien die besten Voraussetzungen für gegenseitiges Kennenlernen.
Und diese waren am ersten Wochenende der Begegnung immens. Die Besucher konnten nun zum ersten Mal unter einem Dach erleben, was bisher in diversen Innenhöfen versteckt war. Wie aktiv und lebendig alle Einrichtungen vom Kindergarten bis zur Kulturarbeit sind, das wurde dank der sachkundigen Führung und unermüdlichen Auskunftsbereitschaft aller Mitarbeiter, die sich hier ehrenamtlich einbrachten, deutlich.
Aus dem Musik-Café erklang jüdische Musik. Im Kinosaal lief eine Film-Dokumentation über jüdisches Leben in München. Im Untergeschoß zauberten Kinder und hatten jede Menge Spaß beim Spielen und Basteln. Der Männerchor »Druschba« trat auf, der Kinderchor »Hasamir« und das Orchester Jakobsplatz ebenfalls. Das koschere Restaurant hielt Stärkungen bereit.
Auf der Bühne des Hubert-Burda-Saals nahmen in rascher Folge Persönlichkeiten Platz und führten Blitzgespräche über Gegenwart und Zukunft, Pläne und Hoffnungen, Erwartungen und Angebote, unter ihnen auch Charlotte Knobloch und Oberbürgermeister Christian Ude.
Aufgrund des großen Andrangs soll am 10. Dezember ein weiterer »Tag der Begegnung« stattfinden. Ab Mitte Dezember veranstaltet die IKG regelmäßig Synagogenführungen. Um telefonische Voranmel- dung unter 089/ 20 24 00 00 wird gebeten.

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

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