Magbit-Eröffnung

Verantwortung für Israel

von Miryam Gümbel

Die diesjährige Magbit-Eröffnung konnte Keren Hayesod (KH) im Hubert-Burda-Saal des neuen jüdischen Gemeindezentrums feiern. Und nicht nur der beeindruckenden Räumlichkeiten wegen wurde sie ein voller Erfolg. Der Münchner KH-Vorsitzende David Leschem dankte Gemeindepräsidentin Charlotte Knobloch für ihre Beharrlichkeit, die bei aller Skepsis von verschiedenen Seiten letztendlich zu dem beeindruckenden Ziel geführt hat.
Das Ambiente war jedoch nur ein Teil des Abends. Ronnie Bar-On, Innenminister des Staates Israel, war als Festredner nach München gekommen. Auf Grund der aktuellen politischen Situation fiel sein Vortrag zum Thema »Israel am Scheideweg« allerdings weit weniger konkret aus, als sich das manch einer erhofft hatte. Eines aber stellte er klar heraus: Hinsichtlich der Palästinenser »dürfen wir keine Stagnation der diplomatischen Bemühungen erlauben«.
Doch die Palästinenser seien nicht die einzige Herausforderung für Israel. Mit Blick auf KH lobte er das tiefe Verständnis der Organisation sowohl für die jüdische Diaspora wie für den Staat Israel. Die Hilfe sei stets aktiv und dynamisch.
Und so war es auch Ronnie Bar-On, der gemeinsam mit David Leschem die Auszeichnungen für verdiente KH-Aktivisten vornahm. In diesem Jahr wurden Buma Sandler und Josef Pultuskier geehrt, Unterstützer der ersten Stunde.
Auch der Gesandte des Staates Israel in Berlin, Ilan Mor, lobte die Unterstützer von KH als aktive Partner bei der Lösung der Aufgaben Israels. Melody Sucharewicz, die als »Kultur-Botschafterin« Israels durch die Welt reist und in München die Magbit-Eröffnung moderierte, appellierte an die Anwesenden, mitzuwirken, dass das kommende Jahrzehnt das Jahrzehnt Israels werde. Welche Herausforderungen das im Einzelnen bedeuten kann, unterstrich ein Ausschnitt aus einem Film über den bei einem Terror-Anschlag erblindeten Jungen Oron Almog, der aus Israel angereist war. Sein Wunsch: dass er es durch sein Beispiel schafft, möglichst vielen Menschen Mut für die Zukunft zu geben.
Mit der von der bekannten Opernsängerin Chen Reiff angestimmten gemeinsamen Hatikwa schloss der Abend.

Fussball

Kopfball mit Kippa

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Jan Feldmann  01.04.2026

Podcast

»Arbeiten im Krieg ist eine große Herausforderung«

Zwischen Bomben und Bunker: Wie unsere Korrespondentin in Tel Aviv ihren Alltag erlebt

von Jan Feldmann, Sabine Brandes  01.04.2026

Video

Zwischen Matzen und Kneidlach: Stimmen aus einem koscheren Supermarkt

Kurz vor Pessach: Vorbereitungen auf den Feiertag – Stimmen aus »Kosherlife«

von Jan Feldmann  01.04.2026

Wirtschaft

Iran-Krieg treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2024

Teurer Sprit, steigende Preise für Strom und Gas: Die Kämpfe im Nahen Osten haben schon im ersten Kriegsmonat die Verbraucherpreise angeheizt. Bald könnten auch andere Warengruppen betroffen sein

von Alexander Sturm und Christian Ebner  30.03.2026

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

Nahost

Libanon muss jetzt handeln

Die Hisbollah hat äußeren Druck jahrzehntelang in politische Stärke verwandelt. Doch ihr aktueller Legitimitätsverlust ist hausgemacht — und eröffnet dem Libanon erstmals die Chance, das Machtgefüge im eigenen Land zu verändern.

von Leo Benderski  26.03.2026

Berlin

»Grenzen der Erinnerung erweitern«

Argentinien hat von Israel die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance übernommen. In der Botschaft des südamerikanischen Landes wurde das mit einer Zeremonie gefeiert

 26.03.2026

Nahost

Israels Kriegsstrategie gegenüber Iran und der Hisbollah

Israels Armee greift Irans Führung unerbittlich an. Es gibt jedoch warnende Stimmen: Die gezielten Tötungen von Anführern könnten das System noch radikaler machen. Welche Ziele verfolgt Israel?

von Sara Lemel  19.03.2026

Forschung

Ukraine öffnet Archiv über KZ-Häftlinge

Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

 11.03.2026

Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bei seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Gideon Sa’ar sei es auch um diese Frage gegangen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?»

 11.03.2026