WIZO

Unterm Hammer

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Immer, wenn der Hammer von Auktionator Hans Peter Plettner am vergangenen Donnerstag auf das hölzerne Pult sauste, lächelte die Berliner WIZO‐Vorsitzende Michal Gelerman. Denn jeder Zuschlag be‐
deutete eine weitere Einnahme für die so‐
zialen und pädagogischen Projekte der WIZO (Women’s International Zionist Or‐
ganisation) in Israel. Rund 50 Interessierte waren zur »WIZO Art 2010« in die Galerie Friedmann‐Hahn in Charlottenburg ge‐
kommen, um die 35 Kunstwerke, die von Künstlern und Galeristen gespendet worden waren, zu ersteigern. Plettner war nicht nur unentgeltlich tätig, er hatte auch den Druck des Katalogs übernommen und bei seinen Kunden Werbung für die Veranstaltung gemacht. Mit Erfolg: Fast alle Bilder, Plastiken und Fotos wechselten an diesem Abend den Besitzer. Einige der Künstler, die Werke zur Verfügung gestellt hatten, verfolgten das mit Interesse. Michael Schnittmann, der das Pastell »Akt« beigesteuert hatte, war schon vor Beginn der Auktion im Gespräch mit Interessenten. Und Elgin Willigerodt saß eher zufällig direkt neben dem Käufer der von ihr gespendeten Plastik »Die Violinistin«.
Ein wahres »Kunststück« lieferte auch die WIZO‐Chefin selbst ab: Sie schaffte es, gleichzeitig die Veranstaltung zu führen, die Beträge von Käufern per EC‐Karte einzuziehen und dabei gelassen und fröhlich auszusehen. Mit dem Erlös von rund 26.000 Euro war Michal Gelerman »sehr zufrieden«. Irina Leytus

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