Rechtsextremismus

Thüringens Innenminister: Verbot der »Jungen Alternative« sinnvoll

Georg Maier (SPD), Innenminister von Thüringen Foto: picture alliance/dpa

Der thüringische Innenminister Georg Maier (SPD) begrüßt die Forderung des Grünen-Vorsitzenden Omid Nouripour, die Nachwuchsorganisation der AfD, »Junge Alternative«, zu verbieten. »Als erster Schritt ist das durchaus sinnvoll«, sagte Maier dem »RedaktionsNetzwerk Deutschland« (Montag). Die Organisation werde immer größer und aggressiver.

Doch könnte nach Maiers Worten ein Verbot der »Jungen Alternative« relativ schnell durch neue Strukturen kompensiert werden. Deshalb müsse man das Hauptaugenmerk auf die AfD und insbesondere den thüringischen Partei- und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke richten. »Er ist der strategische Kopf«, sagte der SPD-Politiker: »Er bestimmt den Kurs der Partei.«

Grünen-Chef Nouripour hatte dem ARD-Hauptstadtstudio gesagt, Vereine wie die »Junge Alternative« arbeiteten offen gegen die Demokratie und müssten verboten werden: »Das wäre ein wirksamer Schlag des Rechtsstaats gegen extremistische Strukturen.«

Rechtliche Hürden

Die rechtlichen Hürden für ein Verbot der Gesamtpartei AfD sind nach der Verfassung sehr hoch. Die »Junge Alternative« könnte dagegen für ein Vereinsverbot infrage kommen, das das Bundesinnenministerium aussprechen müsste. Einzelne Landesverbände der JA werden vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.

Die Diskussion um den Umgang mit der AfD war durch die Enthüllung eines Treffens hochrangiger AfD-Politiker mit Rechtsextremen neu entfacht worden. Bei dem Treffen im November in Potsdam war laut dem Recherchenetzwerk »Correctiv« über die Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland diskutiert worden. epd

New York/Tel Aviv/Gaza

Bericht: Bekannter Arzt aus Gaza soll Hamas-Oberst sein

Hussam Abu Safyia ist nicht nicht nur Mediziner und Krankenhaus-Chef, sondern ein ranghohes Hamas-Mitglied

 02.02.2026

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

USA

Müssen US-Unis Informationen über jüdische Mitarbeiter herausgeben?

Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

von Nicole Dreyfus  29.01.2026

Fernsehen

Wie Skandal-Camper Gil Ofarim erste Sympathie-Punkte sammelt

Kompliment und Kloppe für Gil Ofarim

von Aleksandra Bakmaz  29.01.2026

TV

Dschungelcamp: Gil Ofarim will nicht sprechen - oder doch?

Bei Hitze und Hunger schütten die Campteilnehmer sich gegenseitig ihr Herz aus. Am zweiten Tag in Down Under lassen die Dschungelbewohner tief blicken. Doch nicht jeder bekommt Mitleid

von Inga Jahn  02.02.2026 Aktualisiert

Leipzig

Gegensätzliche Nahost-Demos linker Gruppen 

Ein Team des MDR wurde aus der antiisraelischen Demo heraus angegriffen

 17.01.2026

TV-Tipp

Als David Bowie weinte: Arte-Doku beleuchtet die Schattenseiten eines musikalischen Genies

Oft feiern Filmporträts ihre Protagonisten mehr oder weniger unkritisch. Eine Arte-Doku über Popstar David Bowie wählt einen anderen Weg - und ist genau deshalb so gelungen

von Manfred Riepe  14.01.2026

Brandenburg

»Was soll der Scheiß?«: Nach Brandanschlag - Büttner übt scharfe Kritik an Linken-Spitze

Die Hintergründe

 10.01.2026

Antisemitismus

Die kruden Thesen eines AfD-Abgeordneten

Ein AfD-Parlamentarier teilte einen Instagram-Post, in dem die Rothschild-Familie mit dem Untergang der »Titanic« 1912 in Verbindung gebracht wird

 08.01.2026

Brandenburg

Generalstaatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen nach Anschlag auf Büttner

Nach dem Brandanschlag und die Morddrohung gegen den Antisemitismusbeauftragten haben die Ermittler eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise ausgesetzt

 07.01.2026