André Lossin

»Sehr positive Reaktionen«

»Sehr positive Reaktionen«

André Lossin über
die Gemeinde nach der Wahl

Herr Lossin, wie wurde das Ergebnis der RV-Wahl vom 25. November in der Gemeindeverwaltung aufgenommen?
lossin: Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit denen ich gesprochen habe, haben sich sehr positiv geäußert. Sie hoffen, dass die Gemeinde jetzt in ein ruhigeres Fahrwasser kommt und die zum Teil in sehr hässlicher Form geführten Auseinandersetzungen der letzten Zeit der Geschichte angehören.

Vorausgesetzt, das Wahlergebnis wird so bestätigt: Wird es eine geregelte Übergabe an den neuen Vorstand geben?
lossin: Davon gehe ich aus. Wenn man politisch korrekt sein will, sollte man als scheidender Vorstand keine Entscheidungen mehr treffen, die mittel- und langfristige Auswirkungen haben. Nach der Übergabe an den neuen Vorstand ist davon auszugehen, dass dieser als Erstes eine Analyse der jetzigen Lage vornehmen wird.

Die designierte Gemeindechefin Lala Süsskind forderte bereits einen Kassensturz. Ist der notwendig?
lossin: Ich habe stets auf die strikte Ordnungsmäßigkeit der Verwaltung geachtet. Und jede neue Regierung fordert zu Beginn ihrer Amtszeit einen Kassensturz, um zu se-
hen, wo man steht. Das ist normales politisches Geschäft.

Was sind die Aufgaben, denen sich der neue Vorstand widmen muss ?
lossin: Meiner Meinung nach wird es zur Neuverhandlung des Staatsvertrages kommen, sobald sich der Vorstand konstituiert hat. Zudem muss die Versorgungsordnung geregelt werden, damit Klarheit für die Mitarbeiter geschaffen wird. Wir müssen dafür Vermögen aktivieren, auch um den Investitions-
stau in etlichen Liegenschaften der Gemeinde beseitigen zu können. Und es muss eine Satzung für den Vorstand erarbeitet werden.

Sie kommen von der Senatsfinanzverwaltung und sind von der Gemeinde bis Ende Februar bestellt. Werden Sie wei-
terhin als Geschäftsführer tätig sein?
lossin: Das hängt davon ab, ob beide Seiten mit ihren Vorstellungen übereinstimmen. Ich kann zum Land Berlin zurück, kann aber meine Beurlaubung noch verlängern.

Mit dem Geschäftsführer der Jüdischen
Gemeinde zu Berlin sprachen Christine Schmitt und Detlef David Kauschke.

Krieg

Israel droht Hisbollah mit Angriffen in Beirut

Für jeden Angriff der Hisbollah will die israelische Armee die Terror-Miliz in ihrer Hochburg attackieren

 08.06.2026

Zeitgeschichte

Georges-Arthur Goldschmidt sieht Guillotine am Beginn der Schoa

Der französisch-deutsche Schriftsteller sagte in einem Interview »Diese Normalisierung der Todesstrafe hat Europa zerstört.«

 07.06.2026

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026

Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026