Nürnberg

Park nach NSU-Mordopfer benannt

Foto: picture alliance/dpa

In Nürnberg ist am Dienstagabend eine Grünanlage nach dem NSU-Mordopfer Abdurrahim Özüdogru benannt worden. In Anwesenheit des türkischen Generalkonsuls habe Oberbürgermeister Marcus König
(CSU) das neue Straßenschild enthüllte, teilte die Stadt mit.

Die Stadt könne die schrecklichen Taten nicht ungeschehen machen, sagte König, »aber wir betrachten es als unsere Pflicht, der Opfer in Würde zu gedenken«.

Am 13. Juni 2001 war Abdurrahim Özüdogru in seiner Schneiderwerkstatt mit zwei Kopfschüssen von der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund ermordet worden.

Bereits vor zwei Jahren war den städtischen Angaben zufolge vor seiner einstigen Wohnung und Werkstatt eine Gedenktafel errichtet worden. Auch nach den anderen Nürnberger Opfern der Terrorgruppe, Enver Simsek und Ismail Yasar, sind bereits Parks in der Stadt in jeweiliger Tatortnähe benannt worden.

In einer Grußbotschaft zur Park-Benennung schrieb Barbara John, Ombudsfrau für die Angehörigen der Opfer des NSU, es lasse sich nichts wiedergutmachen. »Aber wer sich bewusst einlässt auf das Geschehen, rüstet sich innerlich gegen jede Form von Gewalt gegenüber seinen Mitmenschen«. epd

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Fussball

Kopfball mit Kippa

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Jan Feldmann  01.04.2026

Podcast

»Arbeiten im Krieg ist eine große Herausforderung«

Zwischen Bomben und Bunker: Wie unsere Korrespondentin in Tel Aviv ihren Alltag erlebt

von Jan Feldmann, Sabine Brandes  01.04.2026

Video

Zwischen Matzen und Kneidlach: Stimmen aus einem koscheren Supermarkt

Kurz vor Pessach: Vorbereitungen auf den Feiertag – Stimmen aus »Kosherlife«

von Jan Feldmann  01.04.2026

Wirtschaft

Iran-Krieg treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2024

Teurer Sprit, steigende Preise für Strom und Gas: Die Kämpfe im Nahen Osten haben schon im ersten Kriegsmonat die Verbraucherpreise angeheizt. Bald könnten auch andere Warengruppen betroffen sein

von Alexander Sturm und Christian Ebner  30.03.2026