Fest

Parade für Frieden und Toleranz

Anlässlich von Lag Baomer ist eine Parade über den Ku’damm gezogen. Das Motto der Parade am Sonntag war »Für Frieden und Toleranz«. Auf Schildern war »Liebe deinen Nächsten« und »Gemeinsam und Miteinander« zu lesen.

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin, Rabbiner Yehuda Teichtal, und einige Kinder tanzten. Auch die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch (CDU), sowie die Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch und SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert waren vor Ort.

»Mit der Lag BaOmer Parade möchten wir Berührungsängste zwischen den Kulturen in Berlin abbauen und ein Zeichen für ein tolerantes Miteinander setzen«, sagte der Gemeindevorsitzende, Rabbiner Yehuda Teichtal: »Wir freuen uns, dass wir gemeinsam für Frieden und Toleranz laufen können, gerade weil in letzter Zeit Hassaufrufe gegen Juden stattfanden, ist die Antwort: Liebe gegen Hass.«

Der Streckenverlauf der Parade über den Kurfürstendamm und die Brandenburgische Straße zum Sitz der Gemeinde in der Münsterschen Straße in Berlin-Wilmersdorf war nicht zufällig gewählt. Der Adenauerplatz war vor und während der 1930er Jahre ein Schwerpunkt jüdischen Lebens in Berlin gewesen, bevor die Umsetzung des NS-Planes zum »judenfreien Kurfürstendamm« das änderte.

Heute sei Berlin wieder auf dem besten Weg, zum Zentrum eines sichtbaren und lebendigen Judentums zu werden, betonte Rabbiner Teichtal.

Zur Anzahl der Teilnehmer gab es von Polizei und Veranstaltern zunächst keine Auskunft.

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