Israel

Netanjahu lässt Mitarbeiter Lügendetektortest machen

Israels designierter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: picture alliance/dpa

Die Mitarbeiter im Büro des designierten israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu haben sich einem Lügendetektortest unterzogen. Anlass waren Berichte, denen zufolge Inhalte aus vertraulichen Gesprächen von Mitarbeitern an die Presse durchgestochen worden seien. Ein Berater Netanjahus teilte am Dienstag mit: »Der Lügendetektortest hat ergeben, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Netanjahus Büro die Wahrheit gesagt haben.«

Streit Die Zeitung »Israel Hajom« hatte zuvor über ein Telefongespräch zwischen Netanjahus Ehefrau Sara und einer Abgeordneten von Netanjahus rechtskonservativer Likud-Partei berichtet. Sara Netanjahu habe die Abgeordnete Galit Distel-Atbarian dabei gerügt und ihr vorgeworfen, ihren Sohn Jair Netanjahu involviert zu haben, weil der Likud-Vorsitzende Netanjahu ihr keinen Ministerposten geben wolle.

Die Netanjahu-Familie sei sehr erzürnt über die Veröffentlichung gewesen und habe daraufhin Mitarbeiter des Büros zu einem Lügendetektortest geschickt, berichtete das Blatt. Außerdem habe es Medienberichte über einen Streit zwischen einer weiteren Likud-Abgeordneten und zwei engen Beratern Netanjahus gegeben.

Sieben Wochen nach der Parlamentswahl in Israel ist der Wahlsieger Netanjahu weiterhin mit der Bildung eines Regierungskoalition beschäftigt. Eine bereits verlängerte Frist dafür läuft am Mittwochabend um Mitternacht Ortszeit ab. Es wird damit gerechnet, dass Netanjahu vorher mitteilt, dass ihm die Bildung einer rechts-religiösen Regierung gelungen ist. dpa

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Fussball

Kopfball mit Kippa

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Jan Feldmann  01.04.2026

Podcast

»Arbeiten im Krieg ist eine große Herausforderung«

Zwischen Bomben und Bunker: Wie unsere Korrespondentin in Tel Aviv ihren Alltag erlebt

von Jan Feldmann, Sabine Brandes  01.04.2026