USA

Michel Friedman: Trumps Krieg gegen Medien ist unerträglich

Michel Friedman Foto: picture alliance / Panama Pictures

Publizist Michel Friedman sieht die aktuellen Entwicklungen in den USA mit großer Sorge. »Ich halte es für einen Skandal, dass der amerikanische Präsident jetzt einen Krieg führt gegen Medien, die gegen ihn sind«, sagte er in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Wenn Donald Trump sage, »97,5 Prozent der amerikanischen Medien führen eine Hass-Debatte gegen mich«, sei das »unerträglich und gelogen«, so Friedman weiter: »Nein! Man nennt so etwas ein kritisches Begleiten von der Regierung durch Journalismus.«

Lesen Sie auch

Allein die jüngsten Entscheidungen, wer im Weißem Haus noch Fragen stellen dürfe und wer überhaupt als Korrespondent zugelassen sei, widerspreche allen demokratischen Prinzipien und der Pressefreiheit, ergänzte der Herausgeber des traditionsreichen Magazins »Aufbau«.

Man erlebe außerdem gerade, dass immer mehr Wissenschaftler von Top-Universitäten die USA verlassen wollten, »weil die Regierung Gelder kürzt und die Wissenschaft ans Gängelband nimmt. Die interessante Frage, anders als 1935/36, ist aber: Wohin gehen die denn? Wirklich nach Europa, wo bereits ein Teil auch wie ein Trump-Land ist? Gehen sie auf einen europäischen Kontinent, der ja nur teilweise demokratisch ist?« kna

Gedenken

Chemnitz erhält 19 weitere Stolpersteine

Die Stolpersteinverlegung beginnt am Mittwoch, 6. Mai

 17.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Fussball

Kopfball mit Kippa

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Jan Feldmann  01.04.2026

Podcast

»Arbeiten im Krieg ist eine große Herausforderung«

Zwischen Bomben und Bunker: Wie unsere Korrespondentin in Tel Aviv ihren Alltag erlebt

von Jan Feldmann, Sabine Brandes  01.04.2026

Video

Zwischen Matzen und Kneidlach: Stimmen aus einem koscheren Supermarkt

Kurz vor Pessach: Vorbereitungen auf den Feiertag – Stimmen aus »Kosherlife«

von Jan Feldmann  01.04.2026

Wirtschaft

Iran-Krieg treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2024

Teurer Sprit, steigende Preise für Strom und Gas: Die Kämpfe im Nahen Osten haben schon im ersten Kriegsmonat die Verbraucherpreise angeheizt. Bald könnten auch andere Warengruppen betroffen sein

von Alexander Sturm und Christian Ebner  30.03.2026

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

Nahost

Libanon muss jetzt handeln

Die Hisbollah hat äußeren Druck jahrzehntelang in politische Stärke verwandelt. Doch ihr aktueller Legitimitätsverlust ist hausgemacht — und eröffnet dem Libanon erstmals die Chance, das Machtgefüge im eigenen Land zu verändern.

von Leo Benderski  26.03.2026

Berlin

»Grenzen der Erinnerung erweitern«

Argentinien hat von Israel die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance übernommen. In der Botschaft des südamerikanischen Landes wurde das mit einer Zeremonie gefeiert

 26.03.2026

Nahost

Israels Kriegsstrategie gegenüber Iran und der Hisbollah

Israels Armee greift Irans Führung unerbittlich an. Es gibt jedoch warnende Stimmen: Die gezielten Tötungen von Anführern könnten das System noch radikaler machen. Welche Ziele verfolgt Israel?

von Sara Lemel  19.03.2026