Chemnitzer Gemeinde

Lesen, Leben, Leidenschaften

Die Jüdische Gemeinde Chemnitz präsentiert in diesem Jahr ihre Jüdischen Kulturtage zum 18. Mal. Damit gehört sie zu den traditionsreichsten Ausrichtern und Vermittlern jüdischer Kultur im Land. Offizieller Beginn ist der 14. März. Doch be- reits im Vorfeld gibt es in Chemnitz Jüdisches in Religion, Sprache und Kultur zu erleben. Ab Dienstag 24. Februar bietet Daniel Naumann in der Volkshochschule einen Althebräisch-Grundkurs an. Mit der Revolutionärin und Jüdin beschäftigt sich eine Ausstellung über Rosa Luxemburg. Die Eröffnung mit Lesung und Musik ist für den 4. März im Soziokulturellen Zentrum Quer Beet um 17 Uhr geplant.
Querbeet geht es weiter, etwa mit der Lesung der Megilla zu Purim in der Jüdischen Gemeinde am 10. März oder dem Stadtrundgang am 13. März unter dem Titel: »Jüdische Leben in Chemnitz«. »Bange machen gilt nicht«, sagt die Berliner Schauspielerin Cornelia Froboess am Eröffnungsabend der Kulturtage im Schauspielhaus. Sie tritt gemeinsam mit dem Da- belli Trio ab 19.30 Uhr auf. Der Abend setzt sich musikalisch fort mit dem »Rausch des Klezmer«, bei dem sich die Gruppen Aufwind aus Berlin und Yankele aus Chemnitz treffen. Zu einer kulturhistorischen Führung bittet Jürgen Nitsche am 15. März um 11 und 13 Uhr auf dem jüdischen Friedhof. Dorothee Lücke und Renate Aris erzählen am Sonntag Kindern ab 14 Uhr aus dem jüdischen Gemeindeleben.
Rabbiner Walter Rothschild ist erklärter Eisenbahnfan. Seine Begeisterung wird er ab 17 Uhr im Industriemuseum im Vortrag: »Eisenbahnen in Palästina« vermitteln. Seine gesammelten Lebens- und Liebesgeschichten Auf das Leben stellt Roth- schild am Montag im DAStietz der Stadtbibliothek ab 18.30 Uhr vor.
Bis zum 28. März steht täglich ein weiterer Programmpunkt auf dem Plan. Eine christlich-jüdische Bibliolog-Werkstatt, Synagogenbesichtigungen, ein Konzertabend mit sefardischen und aschkenasischen Liedern, eine Antisemitismusdebatte, Einblicke in die koschere Küche, Vorträge über Israel, Juden in Deutschland und über die Chemnitzer jüdische Lokalgeschichte. ja

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