Kompakt

Gefunden

pinneberg Die Jüdische Gemeinde Pinneberg hat ein neues Gemeindezen‐
trum gefunden. Die ehemalige Altenbe‐
gegnungsstätte am Ufer der Pinnau soll für Gottesdienste, Religionsunterricht, Sprachkurse und Gemeindefeiern ge‐
nutzt werden, sagte der Vorsitzende der liberalen Gemeinde, Wolfgang Seibert. Die offizielle Einweihung ist für den 29. August geplant. Mit 220 Mitgliedern hat Pinneberg die größte jüdische Gemeinde in Schleswig‐Holstein. Sie wurde Ende 2002 gegründet und hatte seitdem wechselnde Räume angemietet, zuletzt ein Wohnhaus. Gottesdienste werden dreimal im Monat in deutscher, russischer und hebräischer Sprache gefeiert. Etwa 75 Prozent der Gemeindemitglieder stammen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Wichtiges Arbeitsfeld sei die Integration der russischsprechenden Mitglieder. Die jüdische Gemeinde sei eine Bereicherung für die Stadt, sagte Pinnebergs Bürgermeisterin Kristin Alheit (SPD). Ihre Akzeptanz sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Auch wenn aktuell keine Angriffe von Rechtsextremen zu befürchten seien, sei das frei stehende Haus auch aus Si‐
cherheitsgründen gut geeignet.

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