Obergaliläa

Kaviar und Kajak

von Sabine Brandes

»Israels Lokale haben die Halbwertzeit eines Abendessens«, wissen Kenner. Die gastronomische Szene des Landes ist ausgesprochen kurzlebig. Viele Besucher wer-
den es schon erlebt haben, daß sie ihr Lieblingsrestaurant vom letzten Urlaub vergeblich suchen. Es ist einfach nicht mehr da.
Nicht so beim Dag al HaDan. Das Fischrestaurant hat 1987 seine Pforten geöffnet und tut es auch heute noch täglich. Es befindet sich einige Kilometer nördlich von Kfar Blum in Obergaliläa. Unter hängenden Weiden und Feigenbäumen versteckt liegt es direkt am Ufer des Flusses Dan und macht seinem Namen »Fisch auf dem Dan« alle Ehre. Denn neben der idyllischen Lage lockt seit Jahren die Spezialität des Hauses: Forelle. Ob geräuchert, gegrillt, gebraten oder gefüllt, die Fische sind frisch zubereitet und köstlich.
Sogar die Wartezeit ist hier angenehm, während direkt neben den rustikalen Holztischen das Gewässer plätschert. Im Wasser sieht man die Forellen schwimmen, die später auf den Tellern landen. Die Fische werden mit frischgebackenem Brot, Kartoffeln und verschiedenen Salaten serviert. Ein weißer Wein aus dem Golan rundet die Speisen ab. Vor oder nach dem Essen können die Fischteiche hinter dem Lokal besichtigt werden.
Die Besonderheit des Dans ist sein besonders kaltes Wasser. Diese Eigenschaft hat sich der Kibbuz Dan zunutze gemacht, um Fische zu züchten, vornehmlich Forellen und Lachse. Mittlerweile ist der Kibbuz berühmt für seine Entwicklungen und die qualitativ hohen Fischprodukte. Der neueste Coup: Kaviar aus Israel. Eine Probe wurde bereits an europäische Küchenchefs verschickt und hat höchstes Lob geerntet.
Wer es den Israelis nachmachen möchte, kauft den frischen Fisch direkt im Kibbuz Dan und brät ihn auf einem Minigrill (in jedem größeren Supermarkt für ein paar Euro zu haben) von beiden Seiten goldbraun. Als Grillplatz eignet sich besonders der Tel-Dan-Naturpark mit seinen Bäumen und Bächen.
Bekannt ist die Gegend auch für Kajakfahrten auf dem Jordan. Im Winter und Frühling führt der Fluß zuviel Wasser durch Regen und Schneeschmelze des Berges Hermon, doch von Ende März bis Ende Oktober werden von verschiedenen Anbietern in der Gegend Touren veranstaltet. Einer ist der Kibbuz HaGoshrim, der eine breite Palette für Anfänger, Fortgeschrittene und Familien anbietet.

Dag al HaDan: Tel. 00972 4 6950225
Kajak Kibbuz HaGoshrim:
Telefon 00972 4 6816034

Gedenkarbeit

Arolsen Archives starten interaktive Lernplattform für Jugendliche

Sogenannte Minigames ermöglichen virtuellen Rundgang durch Orte der NS-Verbrechen

 24.05.2024

Nahost

Bundesregierung: Anerkennung Palästinas am Ende von Zweistaatenprozess

 22.05.2024

Berlin

»Gelebte Debattenkultur«

Hochschullehrer verteidigen Protestaktionen an Universitäten und wenden sich gegen Einschränkung von Grundrechten

 21.05.2024

Berlin

CDU-Politiker kritisiert Vorgehen am Strafgerichtshof gegen Israel

Roderich Kiesewetter spricht von einem »heftigen politischen Skandal«

 21.05.2024

Bonn

Wulff: Mit friedliebenden Muslimen gegen Extremisten stellen

Deutschland müsse große Integrationsleistungen vollbringen, sagt der Ex-Bundespräsident

 21.05.2024

Berlin/Teheran

Ampel-Politiker sehen keine Anzeichen für Kurswechsel Irans

Das Regime werde seine geopolitische Agenda nicht ändern, sagt Bijan Djir-Sarai (FDP)

 20.05.2024

Rechtsextremismus

Warnung vor Verharmlosung der Reuß-Gruppe

Miro Dittrich spricht von einer konkreten, rechtsterroristischen Bedrohung

von Franziska Hein  20.05.2024

Gesundheit

Rohmilch für Schwangere? Ein Faktencheck

In sozialen Netzwerken verbreitet sich ein Trend: Schwangere werden dazu aufgefordert, für die Gesundheit ihres Kindes unbehandelte Milch zu trinken. Was sagen Experten dazu?

 17.05.2024

Jerusalem

Yad-Vashem-Auszeichnung für Kai Diekmann

Dani Dayan lobte Diekmanns unermüdlichen Einsatz für das Gedenken an den Holocaust und die Mission von Yad Vashem

 15.05.2024