Krieg in Gasa

»Ihr seid Bestien«

Ein »Günter Monkowski« von einer »world-peace-society« schreibt an die Redaktion der Jüdischen Allgemeinen: »Sollten wir etwa Mitleid mit Menschen haben die andere Menschen wie die Palestinenser nach Nazi-Art abschlachten. Der Iraq wurde aufgrund juedischen Einfluss angegriffen und zerstoert. Ihr seht all eure Propaganda nuetzt euch gar nichts – auch wenn ihr die Wahrheit zu anti-semitisch erklaert – werdet ihr am Ende wieder dort stehen wo ihr immer gestanden habt: an der Seitenlinie der zivilisierten Menschheit. Das KZ Gaza wird ja demnaechst wieder auch mit Hilfe deutscher Steuergelder bombardiert werden, ich bin stolz das ich keine Steuern mehr in Deutschland zahle. Zufall das auch Hitler der euch so hasste Halb-Jude war? Zufall das zum Stamme der Semiten auch die Palestinenser gehoeren?«
»Klaus« erklärt: »Ich habe die Sache Israels in den letzten 50 Jahre immer vertreten. Damit ist jetzt Schluss. Was ihr Juden heute im Gazastreifen gemacht habt, ist brutaler Mord, sonst nichts. Man hat ein paar Platzpatronen hinübergeschossen, und ihr kommt mit Kampfjets und Helis, mordet und verschwindet. Ihr seid Bestien. Ich werde alles tun, um meine Mitmenschen gegen Israel aufzuhetzen.«
Und »Josefine Alt« aus München schreibt: »Warum nimmt Frau Knobloch dabzu keine Stellung? Ist das nicht wichtig genug für diese Dame, die in Luxus lebt? Auch von Herrn Friedman höre ich kein sterbenbswörtchen!!! Hat er keine Kinder? Als Mutter kann ich nur sagen, die Kinder im Gazastreifen tun mir unendlich leid. Es gibt keine Loby, die diese Kinder schützt, geschweige diesen Kinder zur Hilfe kommt. Was ist eigentlich Frau Knobloch’s bestreben? Im Luxus zu leben und zu zusehen wie Menschen umgebracht werden? Wo ist Herrn Friedmans engagemant für Gerechtigkeit? Diesen beiden geht es nur um ihr eigenes wohlbebinden und Geld. Ich war immer pro israelisch eingestellt. Nun habe ich Zweifel ob das noch so in Ordnung ist. An der Regierung von Israel zweifele ich an dessen Verstand. Gerade die jüdische Gemeinschaft in München sollte etwas sensibler sein. Frau Knobloch ist für meinen Geschmack sowieso nur an sich und ihrem Geld interessiert. Aber Herrn Friedman hätte ich doch mehr zivilcourage zu getraut.«

Die Briefe und E-Mails an die Redaktion werden hier in der Orthografie der Verfasser wiedergegeben.

Tel Aviv/Abu Dhabi

»Fly Dubai«-Vorfall: Hintergründe weiter unklar

Was geschah im Cockpit des Fluges nach Israel? Emiratische Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Jerusalem geht von einem Terroranschlag aus. Gesicherte Erkenntnisse zum Motiv gibt es bislang nicht

 02.10.2026

Bettina König (SPD), Nina Stahr (Bündnis 90/Die Grünen) und Kerstin Wolter (Die Linke, v.l.) während einer Pause

Berlin

Parteien-Treffen zu Antisemitismus mit »konstruktivem« Austausch

Linke, Grüne und SPD ringen in Berlin um eine gemeinsame Haltung zu Judenhass und organisierter Kriminalität. Was beim ersten Treffen dazu herauskam

 01.10.2026

Extremistische Siedler in dem palästinensischen Dorf Dschalud (Archivbild vom 25.8.26)

Westjordanland

Neue Gewalt radikaler Siedler

Mehr als 100 Extremisten waren an den Ausschreitungen im Bereich der Ortschaft Dschalud südlich von Nablus beteiligt. Regierungsmitglieder verurteilen die Angriffe, die Opposition kritisiert sie als Folge »einer gefährlichen Politik«

 29.09.2026

Nach der Wahl

Grüne und SPD in Berlin stellen Bedingung für Sondierungen

Linke, Grüne und SPD in der Hauptstadt wollen an diesem Donnerstag erstmals über eine Regierungsbildung sprechen. Es soll sich aber noch nicht um formelle Sondierungsgespräche handeln

 28.09.2026

New York

Trump ruft Staaten zu Austritt aus Strafgerichtshof auf

Die USA erkennen den IStGH nicht an, der unter anderem gegen Israels Ministerpräsidenten Netanjahu einen Haftbefehl erlassen hat. Jetzt legt der amerikanische Präsident nach

 23.09.2026

Sanktionen

Iran will weiter internationale Ziele anfliegen

Ab Mittwoch sollen iranische Airlines nach Worten der US-Regierung internationale Ziele nicht mehr anfliegen können. Die zivile Luftfahrtbehörde in Teheran widerspricht

 23.09.2026

Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Berlin

Gideon Joffe: »Mit Elif Eralp wird Geis zur Gärtnerin gemacht«

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde mahnt, dass die Hauptstadt vor massiven Herausforderungen stehe

 22.09.2026

Washington D.C.

USA wollen Saudi-Arabien 48 moderne F-35-Kampfjets verkaufen

Die Tarnkappenjets gelten als die aktuell modernsten Kampfflugzeuge. Im Nahen Osten waren sie bislang dem US-Verbündeten Israel vorbehalten. Nun zeichnet sich ein geplanter Deal mit Saudi-Arabien ab

 18.09.2026

Magdeburg

AfD will FPÖ-Erfahrungen in Sachsen-Anhalt nutzen

»Von den politischen Erfahrungen der FPÖ können wir sicherlich profitieren«, sagt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion

 18.09.2026