Kindergarten

Heller, größer, schöner!

von Miryam Gümbel

Rund hundert Kinder besuchen seit Anfang vergangener Woche den Kindergarten im neuen Gemeindezentrum. Hell und geräumig sind die neuen Räume, die Kinder haben hier weit mehr Platz als bislang in der Möhlstraße. Die langjährige Kindergartenleiterin Marianne Rössel freute sich sehr über die Möglichkeiten, die das neue Platzangebot jetzt bietet. Gemeinsam mit ihrer Nachfolgerin, Ramona Alfred, freut sie sich, das neue Leben hier noch ein paar Monate mitgestalten zu können, bevor sie in den Ruhestand geht.
Aufgeteilt sind die Kinder in fünf Gruppen. Zum Auftakt kamen sie gemeinsam mit ihren Betreuerinnen in dem Mehrzweckraum mit Turngeräten zusammen. Auch dieser ist doppelt so groß wie der alte, den sich die Kleinen im alten Haus noch mit den Kindern der Sinai-Schule hatten teilen müssen. Dennoch: »Die alten schönen Sachen, die ihr in der Möhlstraße gemacht habt, kommen mit – und es geht weiter«, schlug Rabbiner Steven Langnas bei der kleinen Auftaktfeier die Brücke der Kontinuität. An diesem ersten Tag wünschte er allen »viel Erfolg« im neuen Kindergarten. Wie dieser Erfolg aussehen kann, verdeutlichte der Gemeinderabbiner den Kindern mit einer Geschichte: Ein König habe seinen Dienern einmal ein Schabbatjahr gewährt, ein Jahr lang Freizeit. Am letzten Tag schenkte er allen weiße Kleidung, die sie tragen sollten, wenn sie wieder zum Dienst zurück kämen. Im Lauf des Jahres jedoch achteten die Menschen immer weniger darauf, die Kleidung bekam Flecken. Ähnlich sei es mit der Seele. Diese aber könne an den Hohen Feiertagen gereinigt werden, indem die Menschen ihre Fehler bereuten und sich gleichzeitig auch ernsthaft vornähmen, diese in Zukunft zu vermeiden. »Wir hoffen« sagt Rabbiner Langnas, »dass Haschem uns verzeihen und uns für ein gutes neues Jahr einschreiben wird«.
Als Einstimmung auf die Feiertage erklärte Rabbiner Langnas noch die Bedeutung des Schofar, das Rabbinatsmitarbeiter Eric Lehmann schon einmal im Voraus erklingen ließ. Drei Tage später konnten die Klänge dann alle am ersten Tag von Rosch HaSchana in der Synagoge erleben. Mit Liedern und Gebeten, begleitet von der Musiklehrerin Luisa Pertsovska am Keyboard, bekam der erste Kindergartentag einen feierlichen Rahmen.

Zahl der Woche

28 Prozent

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