Tag des Lernens

Gemeinde macht Schule

Gemeinde
macht Schule

»Limmud«: Am 17. Mai ist am Jakobsplatz
Tag des Lernens

»Wer ist weise? Der von jedermann lernt«, heißt es in den Pirkej Avot, den Sprüchen der Väter. Unter diesem Motto haben sich Menschen zusammengefunden, die in München zum ersten Mal einen Limmud, einen Tag des Lernens, veranstalten. Seit Wochen haben sich die Initiatoren viele Abende lang zusammengesetzt, um ein Programm zu erarbeiten, Themen abzustimmen, Referenten zu finden. Am Donnerstag, 17. Mai, ist es so weit: Limmud, Lernen, ist im neuen Gemeindezentrum am Jakobsplatz einen Tag lang das Thema.
Das jüdische Zentrum setzt konsequent den Grundsatz der Begegnung mit allen Menschen um. Bei dieser Veranstaltung werden jüdische Menschen unter sich sein und in über 50 Workshops über alle Facetten jüdischen Lebens sprechen: über Religion, Erziehung, Kultur, Humor, Politik, Israel, Alltag, Gesellschaft. Bei Limmud soll das Prinzip, dass jeder Lehrer auch ein Schüler ist, jeder Schüler auch zum Lehrer werden kann, Wirklichkeit werden.
Gleichwohl haben sich die Organisatoren erfolgreich um erfahrene Referenten bemüht: Psychologen, Schriftsteller, Rabbiner, Ärzte. Die Bandbreite der Themen bei diesem innerjüdischen Dialog umfasst die Bereiche Erziehung, Kultur, Psychologie, Alltag, Israel, Jüdische Gemeinde und Philosophie. Dazu kommen interaktive Workshops zu Tanz und Musik. Wie weit gespannt das Spektrum ist, veranschaulichen Themen wie »Der Tschulent ist so gut wie die Gäste. Über die Bedeutung des Essens im Judentum« oder »Nicht jeder Israelkritiker ist ein Antisemit«.
Es soll aber nicht nur der Kopf angesprochen werden, Tanz und Sport werden angeboten. Ein Kinderprogramm gibt Eltern von Kleinkindern ab einem Jahr Gelegenheit, unbesorgt an den Sessions teilzunehmen. Diese werden zum Teil zwei- sprachig – deutsch und russisch – durchgeführt.
Zum Auftakt des Lernens wird IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch die Teilnehmer begrüßen. Für den Abend ist ein Unterhaltungsprogramm mit einer Musik- performance von Shelly Hirsch geplant.
Die Teilnahmegebühr inklusive Abendprogramm beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro (bei Voranmeldung 7,50 Euro beziehungsweise 3 Euro). Kinder unter 16 Jahren zahlen nichts. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. gue

www.limmud.de

Meinung

Erfolgreich ausgesessen

documenta: Der Vorwurf des Antisemitismus wiegt schwerer, als der Antisemitismus selbst

von Anna Staroselski  22.09.2022

Zahl der Woche

9.593.000 Menschen

Fun Facts und Wissenswertes

 22.09.2022

Standpunkt

Einfach besser machen

Die »Zehn Tage der Umkehr« dienen im Judentum der Reflexion und Reue. Unser Autor überlegt, ob nicht auch die documenta-Verantwortlichen jetzt Besserung geloben könnten

von Maram Stern  22.09.2022

Haus der Wannsee-Konferenz

Emotionaler Termin

Bundeskanzler Scholz und Israels Regierungschef Lapid treffen Schoa-Überlebende

von Lilly Wolter  12.09.2022

Diplomatie

Steinmeier begrüßt Herzog zu Staatsbesuch in Berlin

Israel Staatspräsident: »Jeder Besuch in Deutschland hat ein enormes persönliches Gewicht«

 04.09.2022

Berlin

Bundespräsident Steinmeier begrüßt Israels Präsidenten Herzog zu Staatsbesuch

Am Montag empfängt Bundeskanzler Olaf Scholz den Staatsgast

von Jörg Blank  04.09.2022

Meinung

Weltkirchenrat: Im Gespräch bleiben

Die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen wird von Antisemitismusvorwürfen überschattet. Der Dialog zwischen Juden und Christen darf aber nicht abreißen, findet unser Autor

von Rabbiner Andreas Nachama  31.08.2022

Meinung

Bosnien: Juden als Premierminister unerwünscht

Alexander Rhotert wünscht sich ein Ende der verfassungsmäßigen Ungleichstellung der nationalen Minderheiten von Bosnien und Herzegowina

von Alexander Rhotert  31.08.2022

Olympia-Attentat 1972

Olaf Scholz: »Eine gute Lösung finden«

Das bisherige Entschädigungsangebot der Bundesregierung lehnten die Hinterbliebenen der Opfer als zu gering ab. Nun scheint eine Einigung in greifbarer Nähe zu sein

 31.08.2022