Mannheimer in Dachau

Gemalte Biografie

Zum Abschluss der Ausstellung »Ich male nur für mich« von ben jakov, dem Pseudonym von Max Mannheimer, präsentierte die KZ‐Gedenkstätte Dachau einen Katalog mit den Werken und einer Biografie des Schoa‐Überlebenden. »Das Malen und Zeichnen ist für ihn auch eine Form der Bearbeitung seiner Erfahrungen während der nationalsozialistischen Verfolgung«, unterstrich die Leiterin der Gedenkstätte, Gabriele Hammermann. Deshalb gehörten Biografie und Ausstellung zusammen.
In diesem Sinn stehen neben der Abbildung der gezeigten Werke auch die Beiträge von Wegbegleitern und Wissenschaftlern in dem 48‐seitigen Katalog. Sie stammen von Sr. Elija Boßler, Barbara Distel, Michaela Haibl und Juliane Wetzel. Neben der Lebensgeschichte finden sich hier auch sehr persönliche Notizen der katholischen Ordensfrau Sr. Elija Boßler. Ihre Charakterisierung des inzwischen 90‐Jährigen: »Auffallend und beeindruckend ist die Weite des Spannungsfeldes, das sich zwischen seinem Erleben in den Todesfabriken der Nazizeit und seinem lebensbejahenden Humor erstreckt.« Für alle, die mehr wissen wollen, findet sich auch eine Auswahl an Literatur von und über Max Mannheimer im Katalog. gue

Fußball

»Wusste nicht, was Nazi‐Gruß ist«

Torwart des Première‐League‐Clubs Crystal Palace entgeht mit einer sehr besonderen Begründung einer Strafe

 16.04.2019

Ferdinand von Schirach

Die zweite Schuld

Der Autor stellt Studie über Raubkunst in seiner Familie vor – und fordert Nazi‐Nachkommen zu Transparenz auf

 12.04.2019

Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk

»Eine ganz neue Perspektive«

Wie junge Stipendiaten verschiedener Konfessionen und Bekenntnisse ihre Reise nach Jerusalem erlebten

von Johanna Korneli  09.04.2019