Berlin

Chanukka-Basar in der Synagoge Pestalozzistraße: Kuchen, koscherer Glühwein und ein Bühnenprogramm

Vor der Synagoge Pestalozzistraße gab es schon im vergangenen Jahr Leckereien, Schmuck und Tombolalose (Archivfoto) Foto: Imanuel Marcus

Dagmar Otschik, Beterin der Synagoge Pestalozzistraße, hat derzeit einen vollen Terminkalender. Am heutigen Freitag werden die Stände für den Chanukka-Basar angeliefert, die später im Hof der Synagoge aufgebaut werden. Am Sonntag werden sie eingeräumt. »Und das Angebot ist richtig toll und vielfältig«, sagt Dagmar Otschik. Am Sonntag ist es so weit: Von 12 bis 18 Uhr findet wieder der Chanukka-Basar der Synagoge Pestalozzistraße statt. Zum ersten Mal wird der Basar vom Verein Mitzwa Express ausgerichtet. Neben vielen Ständen ist auch ein Bühnenprogramm geplant.

Auf jeden Fall wird es ein großes Kuchenbüfett geben. Gemeindemitglieder backen, Firmen und Privatpersonen spenden Gebäck. Der koschere Glühwein war in der Vergangenheit sehr begehrt. »Unser Glühwein besteht aus koscherem Wein mit entsprechenden Gewürzen, vielleicht ist er deshalb so lecker.« Darüber hinaus gibt es Latkes, eine »tolle« Tombola, Kinderspielzeug, Geschenkartikel und Schmuck. Das Kunstatelier Omanut ist mit seinen Kerzen dabei, ebenso ein Gemeindemitglied, das viel strickt und nun Socken und Pulswärmer anbietet.

Die Gruppe »The Swinging Hermlins« wird mit einem Jewish Swing Special auftreten.

Auch das Bühnenprogramm, das um 14 Uhr beginnt, ist vielfältig: Der Kinderchor der Gemeinde singt Chanukkalieder, Kantorin Aviv Weinberg wird mit dem Gitarristen Guy Woodcock Lieder aus Eretz Israel zum Besten geben, die Ginzburg-Dynastie sorgt für eine gute Stimmung, Nataly Nejinsky widmet sich jüdischen Melodien und vor dem Auftritt des Chors LeKulam werden »The Swinging Hermlins« mit einem Jewish Swing Special auftreten.

Im Kiddusch-Raum können sich Kinder schminken lassen, koscheren Kinderpunsch genießen und sich von Künstlern verzaubern lassen, die bunte Ballonkreationen entstehen lassen.

Bereits seit Sommer organisieren Naomi Birnbach, Dagmar Otschik und weitere engagierte Mitglieder den Basar. »Jeder ist für etwas anderes zuständig, und so klappt es wunderbar.« Im vergangenen Jahr seien etwa 1000 Interessierte gekommen.

Der Erlös geht an den jüngst gegründeten Verein Mitzwa Express. Diese Initiative ist während der Coronapandemie entstanden. Naomi Birnbach und ihr Team liefern seitdem an Feiertagen Essen und Geschenke an die Gemeindemitglieder ihrer Synagoge in der Pestalozzistraße aus und verschicken zusätzlich Pakete an weitere Bedürftige.

Forschung

Ukraine öffnet Archiv über KZ-Häftlinge

Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

 11.03.2026

Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bei seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Gideon Sa’ar sei es auch um diese Frage gegangen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?»

 11.03.2026

Reisen

Lufthansa setzt weiterhin viele Nahost-Flüge aus

Flüge nach Tel Aviv, Teheran und in andere Städte bleiben ausgesetzt. Lufthansa reagiert weiter auf die Lage im Nahen Osten – Charterflüge für Rückholaktionen laufen jedoch weiter.

 09.03.2026

Südlibanon

Zwei israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff getötet

Nach einer vorläufigen Untersuchung der israelischen Armee begann der Vorfall, als ein Panzer während eines Einsatzes stecken blieb

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Nahost

Iran greift erstmals europäisches Ziel an: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Nach Ausrufung einer Sicherheitswarnung erschütterten Explosionen die Basis. Kampfjets der Royal Air Force hoben nach Angaben von Flugbeobachtern ab, um den Luftraum zu sichern

 02.03.2026