Oktoberfest

Brezeln und Lederhosen

In der Sukka auf der Terrasse des Gemeindezentrums ist es besonderes laut. Genau wie vor einem Jahr und auch aus dem gleichen Grund. Die festlich dekorierte Laubhütte sieht einem »Wies‘n-Zelt« ja ähnlich. Es riecht auch entsprechend süß nach rosa Zuckerwatte. Die Kinder und Jugendlichen des Jugendzentrums »Neshama« feiern hier ihr drittes jüdisches Oktoberfest. Eine Mischung aus jüdischer und bayerischer Musik heizt die Gesellschaft an und lockt Madrichim und Chanichim zum gemeinsamen Tanz. Als Stärkung für alle im Zelt wurde ein, selbstredend koscheres, Oktoberfestmenü angeboten: Würstl mit Kraut und Kartoffelsalat. Das Programm moderierte Debby Lieber.
Sie kündigt die erste Aufgabe im schon traditionellen Turnier an: einen Trinkspruch zu erfinden, in dem der Name von jeder Kwutzah vorkommt. Die Punkte, die jede Kwutzah verdient, werden in Form von kleinen Brezeln ausgegeben. Die Mannschaft, die am Ende die meisten Brezeln gesammelt hat, gewinnt den Wanderpokal. Noch eine Menge anderer Wettkämpfe haben sich die Organisatoren einfallen lassen. Es gab einen Kampf für »starke Mädels«, die zeigen mussten, wie lang sie volle Bierkrüge an ihren ausgestreckten Händen halten konnten. Natürlich wurden dabei die Altersunterschiede berücksichtigt. Ihre Kraft durften auch die Jungs beweisen. Mit möglichst wenigen Hammerschlägen mussten sie einen Nagel im Holz versenken. Dann gab es ein Wetttrinken, bei dem ein Liter Apfelsaft mit einem Strohhalm ausgetrunken werden sollte. Da brauchte es schon einen gewaltigen Durst. Die jüngeren Chanichim bekamen einen kleinen Vorteil und durften zu zweit oder zu dritt antreten. Egal ob es der Sketch-Wettbewerb war oder die Lebkuchendekoration, die Oktoberfest-Pantomime oder die Modenshow »Wiesenstyle 2050« – den Kindern und Jugendlichen hat alles viel Spaß gemacht. Marina Maisel

Ein strategischer Bomber der US Air Force vom Typ B-1B Lancer auf dem Stützüpunkt Fairford in England (Archivbild)

Washington

Nach Anschlagsdrohung: B1-Bomber in die USA zurückverlegt

Das US-Militär hatte einige seiner Bomber wegen des Iran-Krieges nach Großbritannien verlegt. Nun wurden diese nach einem Vorfall am Stützpunkt wieder in die USA zurückbeordert. Die Frage ist: Warum?

 05.10.2026

Studie

»Neue antisemitische Normalität«: 7. Oktober für Juden in Deutschland biografische Zäsur

Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigt, wie der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 das Leben von Jüdinnen und Juden in Deutschland verändert hat. Die Befragten berichten von einer »neuen antisemitischen Normalität«, wachsendem Misstrauen und Ausgrenzung

 05.10.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  03.10.2026

Eisenach/Karlsruhe/Unna/Hagen

Mutmaßliches IS-Mitglied in Thüringen festgenommen

Der Verdächtige soll laut Bundesanwaltschaft für den IS als bewaffneter Militärpolizist tätig gewesen sein. Auch bei drei anderen Männern besteht der Verdacht auf Nähe zu der Terrororganisation

 02.10.2026

Düsseldorf

»Sei ein Mensch«: Gedenkort für verfolgte Abgeordnete im NRW-Landtag

Entlassen, drangsaliert, gefoltert: Viele frühere Abgeordnete des nordrhein-westfälischen Landtags wurden in der NS-Diktatur verfolgt. Ein neuer Gedenkort im Parlamentsgebäude erinnert an sie

von Ingo Lehnick  02.10.2026

Tel Aviv/Abu Dhabi

»Fly Dubai«-Vorfall: Hintergründe weiter unklar

Was geschah im Cockpit des Fluges nach Israel? Emiratische Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Jerusalem geht von einem Terroranschlag aus. Gesicherte Erkenntnisse zum Motiv gibt es bislang nicht

 02.10.2026

Bettina König (SPD), Nina Stahr (Bündnis 90/Die Grünen) und Kerstin Wolter (Die Linke, v.l.) während einer Pause

Berlin

Parteien-Treffen zu Antisemitismus mit »konstruktivem« Austausch

Linke, Grüne und SPD ringen in Berlin um eine gemeinsame Haltung zu Judenhass und organisierter Kriminalität. Was beim ersten Treffen dazu herauskam

 01.10.2026

UN-Kongress

Experten diskutieren strafrechtliche Verfolgung sexueller Gewalt in Konflikten

Bei einer Veranstaltung im Rahmen des UN-Kongresses zur Verbrechensverhütung in Abu Dhabi diskutierten jüdische Organisationen über Strafverfolgung, digitale Beweismittel und den Schutz von Betroffenen

 01.10.2026

Extremistische Siedler in dem palästinensischen Dorf Dschalud (Archivbild vom 25.8.26)

Westjordanland

Neue Gewalt radikaler Siedler

Mehr als 100 Extremisten waren an den Ausschreitungen im Bereich der Ortschaft Dschalud südlich von Nablus beteiligt. Regierungsmitglieder verurteilen die Angriffe, die Opposition kritisiert sie als Folge »einer gefährlichen Politik«

 29.09.2026