Heinz-Galinski-Schule

Atelier für kleine Künstler

Eine Torwand, eine Kletterwand und eine Playstation – das alles sollte im „Traumhaus“, installiert werden, wenn es nach Cyril ginge. Ganz konnte den Wünschen, die der Viertklässler bei einer Schülerbefragung geäußert hatte, nicht entsprochen werden. Aber immerhin wurde jetzt die Sanierung des ursprünglichen Wochen‐
end‐Musterhauses, das bereits seit einigen Jahrzehnten auf dem Gelände der heutigen Heinz‐Galinski‐Schule steht, abgeschlossen. Eine Spende des Unternehmers Rafael Roth hat den Umbau ermöglicht. „Wir haben es jetzt als Kinderatelier eingerichtet“, erläutert Schulerzieherin Christa Plechatsch. Seidenmalerei, Batik, Papierschöpfen und Tiffany‐Glasarbeiten sollen hier beispielsweise in den Schulpausen angeboten werden. Kreativkurse soll es auch außerhalb der Schulzeiten geben, ebenso eine Ferienbetreuung.
Seit einiger Zeit hatte sich Martina Godesa, kommissarische Konrektorin der Heinz‐Galinski‐Schule, bereits Gedanken über das ungenutzte kleine denkmalgeschützte Häuschen gemacht. Beim Schulfest am vergangenen Sonntag wurde es nun eingeweiht und war erstmals für alle Besucher zugänglich.
Etwa 200 Schüler waren mit Eltern und Geschwistern zum Fest gekommen, schätzte Martina Godesa. Sie vergnügten sich bei einem bunten Programm mit Spielständen, Fußball und Hüpfburg. „Ich finde es toll“, sagte der siebenjährige Aron begeistert. Gesamtelternvertreter Roland Kruse‐Kraft hingegen zeigte sich etwas enttäuscht. Denn er hätte sich wesentlich mehr Engagement der Eltern erhofft, die – wie in jedem Jahr – für das Fest verantwortlich sind. Im Vorfeld gab es sogar schon Befürchtungen, das Fest absagen zu müssen. Glücklicherweise hatten der Sportverein Makkabi und das Jugendzentrum Olam für Programm gesorgt, erzählte Kruse‐Kraft. Die Eltern hätten dann lediglich noch Kuchen beigesteuert.
Auf jeden Fall: Lehrer, Schüler und Eltern haben jetzt erst einmal Ferien. Am Mittwoch war der letzte Schultag. Ein anstrengendes, langes Schuljahr ging damit zu Ende, sagt Martina Godesa. Doch sie sei zufrieden, denn neben der Renovierung des „Traumhauses“ seien noch andere Pro‐
jekte verwirklicht worden. So gebe es nun einen Naturbeobachtungsraum, in dem auch Kaninchen und Meerschweinchen untergebracht sind. Zudem hat ein Sponsor einen Kickertisch für die älteren Schüler spendiert.
Nach den Sommerferien kann die Schule übrigens einen geringen Zuwachs verzeichnen, 290 Schüler sollen dann in der Waldschulallee unterrichtet werden. Vier erste Klassen werde es geben, kündigt Martina Godesa an. Christine Schmitt

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