Jerusalem

»Mixed Zone« an der Kotel

Frauen und Männer können künftig gemeinsam an der Westmauer beten

Aktualisiert am 02.02.2016, 19:44

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Es ist eine historische Entscheidung: An der Kotel in Jerusalem dürfen Frauen und Männer zukünftig auch gemeinsam beten. Das hat die israelische Regierung am Sonntag beschlossen.

Demnach stimmte die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit 15 Ja- und fünf Nein-Stimmen über die Einrichtung einer gemischten Zone an der Kotel ab. Bislang durften beide Geschlechter nur getrennt voneinander an der wichtigsten Stätte für Juden beten.

Sommer Die »Mixed Zone« solle demnächst eingerichtet werden, teilte ein Sprecher Netanjahus mit. Vorgesehen sei ein rund 900 Quadratmeter großer Bereich. Diese solle noch vor dem Sommer im südlichen Abschnitt der Kotel eröffnet werden.

Mit der Entscheidung der israelischen Regierung geht ein mehr als 30-jähriger Streit um einen egalitären Betbereich an der Westmauer zu Ende. Dafür eingesetzt hatte sich insbesondere die israelische Frauenrechtsorganisation Women of the Wall. Das Gros der orthodoxen Juden lehnt diesen Vorstoß ab.

Schon bisher hatten konservative und liberale Juden und Jüdinnen am Robinson-Bogen in der Nähe der Kotel gemeinsame Gebete abgehalten. Rabbinerin Gesa Ederberg aus Berlin hatte dort während des zionistischen Weltkongresses im Oktober 2015 in Jerusalem einen Schacharit-Gottesdienst von Masorti Olami geleitet.

Anerkennung Der Jüdischen Allgemeinen sagte sie, sie begrüße den »sehr guten Kompromiss« der israelischen Regierung. Dies sei eine »gerechte Sache«, denn ihrer Ansicht nach gehöre die Kotel »nicht nur der Orthodoxie, sondern allen Juden«, so Ederberg. Die Regierung in Jerusalem habe »einen wichtigen Schritt in Richtung Anerkennung nichtorthodoxen Judentums in Israel« unternommen. ja

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in unserer Ausgabe am Donnerstag.

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Fotostrecken

Unser Blog aus Israel

Rosch Haschana 5778

Rosch Haschana 5778

Schana Towa!

Zum Dossier

BDS

BDS-Bewegung – zum Dossier

Boycott Divestment Sanctions

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Herbst
Berlin
7°C
regenschauer
Frankfurt
9°C
wolkig
Tel Aviv
27°C
heiter
New York
22°C
heiter
Zitat der Woche
»Wir werden kein zweites Israel dulden.«
Der irakische Vizepräsident Nuri al-Maliki vor dem kurdischen
Unabhängigkeitsreferendum im Nordirak Ende September