Klaviere
Der Musik kommt beim Gedenken an den 7. Oktober 2023 eine große Rolle zu. In den Jahren nach den Hamas-Massakern, als die Terroristen weiterhin Geiseln in Gaza gefangen hielten, spielten Israelis auf Klavieren, die im ganzen Land aufgestellt wurden. Die Menschen beklebten die Instrumente mit Stickern, die an die Opfer erinnern. Zu den Geiseln gehörte auch der Pianist Alon Ohel, ein junger Israeli mit deutschem Pass. Er war vom Nova-Festival entführt worden. Nach seiner Freilassung erzählte er, wie das »Klavierspielen im Kopf« ihn vor dem »Verrücktwerden« gerettet habe.
Dichter
Der Schriftsteller und Dichter Yehuda Atlas ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das Ichilov-Krankenhaus gab am Donnerstag vergangener Woche seinen Tod bekannt und bezeichnete den beliebten Autor als »ewiges Kind, bis in seine letzten Lebensmomente hinein«. Atlas habe aus dem tiefen Wunsch zu helfen für seine Mitmenschen geschrieben. Er war als Journalist, Kinderbuchautor und Übersetzer tätig. In seinen letzten Lebensjahren beschäftigte ihn vor allem der Schutz von bedürftigen Kindern. Atlas zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Autoren hebräischsprachiger Kinderliteratur.
Behörden
Die Einwohner von Petach Tikwa sind besonders zufrieden – und zwar mit der Funktionsweise ihrer Stadt. Das belegt eine Studie des Zentralamts für Statistik. Auf Platz zwei steht Rischon LeZion, gefolgt von Tel Aviv. Gar nicht begeistert sind dagegen die Bewohner in Aschdod, Haifa und Bnei Brak. Insgesamt ergab die Untersuchung, dass zwei Drittel der israelischen Bevölkerung die Arbeit ihrer Kommunalbehörden als »gut« oder »sehr gut« bewerten. Dabei zeigte sich ein Unterschied zwischen der jüdischen Bevölkerung, von der 69 Prozent zufrieden sind, und der arabischen, bei der nur etwas mehr als die Hälfte die Dienstleistungen der Behörden positiv beurteilt.
Terror
Wie die britische »Times« berichtet, hat ein ehemaliger Leibwächter des früheren Hamas-Anführers Ismail Haniyeh angeblich Anschläge auf jüdische und israelische Ziele in Deutschland und Österreich geplant – und das, während er in Großbritannien Flüchtlingsstatus hatte. Das Terrorkomplott wurde in Zusammenarbeit von Mossad und deutschen Geheimdiensten aufgedeckt. Ihm droht die Auslieferung nach Deutschland. Der Mann, dessen Identität nicht preisgegeben wurde, hatte vor mehr als zehn Jahren Asyl beantragt.
Bevölkerung
Der Gaza-Envelope, die Gegend an der Grenze zum Küstenstreifen, wächst. Nach Angaben der regionalen Verwaltung leben dort heute rund 66.000 Menschen. Das sind fast 5000 mehr als unmittelbar vor den Hamas-Massakern des 7. Oktober 2023. Der Zuwachs entspricht einem Wachstum von rund zehn Prozent. Damit ist die Wachstumsrate zweieinhalbmal so hoch wie im Landesdurchschnitt. Zugleich seien bereits mehr als 90 Prozent der Einwohner in ihre Gemeinden zurückgekehrt. Die Stadt Sderot, die größte Stadt im Gaza-Envelope und ein zentraler Ort des verheerenden Angriffs der Terroristen, zählt derzeit bereits 40.000 Bewohner. Die Regionaldirektion hat sich zum Ziel gesetzt, die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2033 zu verdoppeln.