1000 Tage 7. Oktober

Israelis gedenken der Hamas-Massaker mit Protesten

Auch vor der Knesset in Jerusalem demonstrieren Menschen Foto: Copyright (c) Flash 90 2026

Mit landesweiten Protesten haben zahlreiche Israelis am 1000. Tag nach dem 7. Oktober 2023 an das beispiellose Massaker der Hamas erinnert. Die erste Gedenkzeremonie begann am frühen Morgen an einer Kreuzung in Galiläa im Norden des Landes. Im Laufe des Tages waren zahlreiche weitere Veranstaltungen geplant. Für den Abend wurde auf dem sogenannten Geiselplatz im Zentrum Tel Avivs eine große Kundgebung erwartet.

Der Angriff der Hamas und anderer Terrorgruppen auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden, löste den verheerenden Gaza-Krieg aus.

Harte Kritik der Opposition

Die Opposition wirft dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und seiner Regierung vor, ihre Verantwortung für das Versagen am 7. Oktober vertuschen zu wollen. 

Der Oppositionspolitiker Avigdor Lieberman besuchte den besonders schwer vom Hamas-Massaker am 7. Oktober betroffenen Kibbuz Kfar Aza. Dort bezeichnete er das Massaker nach Angaben des Kan-Senders als »die schlimmste Katastrophe in der Geschichte des jüdischen Volkes seit dem Holocaust«. Die Warnzeichen seien erkennbar gewesen, dennoch versuche die Regierung seither, sich der Verantwortung zu entziehen. Auch 1.000 Tage später seien im regionalen Krieg noch immer »alle Fronten offen«. Die rechtsreligiöse Regierung habe Israel »Chaos und Anarchie« hinterlassen, sagte Lieberman, der früher Israels Außenminister sowie Verteidigungsminister war. dpa/ja

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