Washington D.C.

USA warnen Iran vor Angriff und schließt Präventivschlag nicht aus

Außenminister Marco Rubio Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

US-Außenminister Marco Rubio hat dem Iran mit einem militärischen Präventivschlag gedroht, falls die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane. »Wenn wir Hinweise darauf haben, dass tatsächlich ein Angriff auf unsere Truppen in der Region bevorsteht, handeln wir zur Verteidigung unseres Personals in der Region«, sagte Rubio während einer Senatsanhörung am Mittwoch (Ortszeit). 

Den Aufbau einer großen Militärpräsenz in der Golfregion begründete Rubio auch mit dem Schutz von Verbündeten wie beispielsweise Israel vor potenziellen iranischen Angriffen. Nach Rubios Angaben haben die USA 30.000 bis 40.000 Soldaten auf acht oder neun Einrichtungen in der Region stationiert. Alle diese Einrichtungen lägen innerhalb der Reichweite von Tausenden iranischen Drohnen sowie ballistischen Kurzstreckenraketen.

Unabhängige Bestätigungen dieser Zahlen liegen nicht vor; ähnliche Größenordnungen wurden jedoch in früheren Pentagon-Berichten genannt.

Rubio spricht von »offener Frage«

Auf die Frage, was geschehe, falls der Oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei »entfernt« werde, antworte Rubio: »Das ist eine offene Frage. Niemand weiß, wer die Macht übernehmen würde.« Das System sei offensichtlich zwischen dem Obersten Führer und den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) aufgeteilt, die ihm direkt unterstellt seien.

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Daneben gibt es laut Rubio »diese quasi gewählten Akteure – diejenigen, die im Fernsehen Anzüge tragen und Teil der politischen Institutionen sind –, die jedoch letztlich jede ihrer Handlungen vom Obersten Führer absegnen lassen müssen«. 

Rubio sagte weiter: »Deshalb kann, so denke ich, niemand eine einfache Antwort darauf geben, was im Iran als Nächstes passieren würde, falls der Oberste Führer und das Regime fallen sollten. Allenfalls besteht die Hoffnung, dass es innerhalb der bestehenden Strukturen Personen gäbe, mit denen man auf einen Übergang hinarbeiten könnte.«

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte US-Präsident Donald Trump vor den Folgen eines Angriffs. Ghalibaf sagte laut Übersetzung dem US-Fernsehsender CNN: »Vielleicht kann Herr Trump einen Krieg beginnen. Aber er hat keine Kontrolle über das Ende.« Tausende amerikanische Soldaten, die mehrere Tausend Kilometer von ihrer Heimat entfernt stationiert seien, würden definitiv zu Schaden kommen, was nicht schwer sei. dpa

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