USA/Israel

Lauder warnt vor Scheitern der Zweistaatenlösung

Präsident des Jüdischen Weltkongresses beklagt »Kapitulation vor religiösen Extremisten« in Israel

Aktualisiert am 20.03.2018, 09:24

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, hat in einem Kommentar für die »New York Times« vor mangelndem religiösen Pluralismus in Israel und einem Scheitern der Zweitstaatenlösung im Konflikt mit dem Palästinensern gewarnt. »Viele nichtorthodoxe Juden, mich eingeschlossen, haben das Gefühl, dass die Verbreitung staatlich geförderter Religiosität in Israel eine moderne, liberale Nation in eine halb-theokratische (Nation) verwandelt«, schrieb Lauder.

Diaspora Israels »Kapitulation vor religiösen Extremisten und die wachsende Abneigung der Diaspora« bedeute eine große Gefahr für den jüdischen Staat: »Viele Juden außerhalb Israels werden von den israelischen Ultraorthodoxen, die das rituelle Leben und die heiligen Stätten im Staat kontrollieren, nicht akzeptiert.«

Als große Bedrohung für Israel wertete Lauder zudem den möglichen Untergang der Zweistaatenlösung. »Ich bin ein Konservativer und Republikaner, und ich habe die Likud-Partei seit den 1980er-Jahren unterstützt«, betonte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses: »Aber die Realität ist, dass 13 Millionen Menschen zwischen Jordan und Mittelmeer leben. Und fast die Hälfte von ihnen sind Palästinenser.«

Israel habe die Wahl, den Palästinensern entweder volle Bürgerrechte zu garantieren und dadurch aufzuhören, ein jüdischer Staat zu sein, oder ihre Rechte zu negieren und damit keine Demokratie mehr zu sein. Der einzige Weg, beides zu vermeiden, sei die Zweistaatenlösung, unterstrich Ronald S. Lauder. ag

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken
Jüdische Allgemeine ePaper
Die Wochenzeitung als ePaper
Cover der Jüdische Allgemeinen vom 18.10.2018

Ausgabe Nr. 42
vom 18.10.2018

Zum Angebot

Fotostrecken

70 Jahre Israel

In diesem Jahr feiert Israel seinen 70. Geburtstag. Am 5. Ijar 5708, dem 14. Mai 1948, wurde der jüdische Staat gegründet.

5. Ijar 5708/14. Mai 1948

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Herbst
Berlin
11°C
regenschauer
Frankfurt
14°C
regenschauer
Tel Aviv
33°C
wolkig
New York
7°C
wolkig
Zitat der Woche
»... dass beide in einem Drittland leben,
in diesem Fall Deutschland«
In der »taz« beschreibt der Kulturwissenschaftler
Werner Schiffauer die Besonderheit von Juden und Muslimen.