Klaus-Hemmerle-Preis

Rabbiner Henry G. Brandt ausgezeichnet

Der 90-Jährige wird für »großherzigen und unermüdlichen Einsatz für die Verständigung zwischen Juden und Christen« geehrt

26.01.2018

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Für seinen »großherzigen und unermüdlichen Einsatz für die Verständigung zwischen Juden und Christen« hat der Augsburger Rabbiner Henry G. Brandt am Donnerstag den Klaus-Hemmerle-Preis 2018 der Fokolar-Bewegung erhalten.

Die Laudatio bei der Preisverleihung im Aachener Dom hielt der Augsburger Theologieprofessor Franz Sedlmeier. Brandt ist Gemeinderabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg. Außerdem betreut der 90-Jährige als Amtsrabbiner die Jüdische Kultusgemeinde Bielefeld.

London Brandt wurde 1927 in München geboren und emigrierte 1939 mit seiner Familie über Großbritannien nach Tel Aviv. Er studierte in Nordirland Wirtschaftswissenschaften und arbeitete zunächst als Marktanalytiker für einen Automobilkonzern, bevor er sich in London am Leo Baeck College zum Rabbiner ausbilden ließ.

Er war in jüdischen Gemeinden in der Schweiz und in Schweden tätig und kehrte dann Anfang der 1980er-Jahre nach Deutschland zurück. Hier war Brandt zwölf Jahre lang Landesrabbiner des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, anschließend beim Landesverband Westfalen-Lippe, bevor er nach Augsburg kam.

Der Klaus-Hemmerle-Preis erinnert an den früheren Aachener Bischof (1929–1994). Die in mehr als 180 Ländern vertretene Fokolar-Bewegung, die sich für Ökumene und den Dialog der Religionen einsetzt, vergibt die Auszeichnung alle zwei Jahre. Geehrt werden Persönlichkeiten, die als «Brückenbauer» den Dialog zwischen den Kirchen, Religionen und Weltanschauungen fördern. 2016 erhielt die Aids-Ärztin Noorjehan Abdul Majid aus Mosambik den Preis. epd

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken
Jüdische Allgemeine ePaper
Die Wochenzeitung als ePaper
Cover der Jüdische Allgemeinen vom 15.11.2018

Ausgabe Nr. 46
vom 15.11.2018

Zum Angebot

Fotostrecken

70 Jahre Israel

In diesem Jahr feiert Israel seinen 70. Geburtstag. Am 5. Ijar 5708, dem 14. Mai 1948, wurde der jüdische Staat gegründet.

5. Ijar 5708/14. Mai 1948

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Herbst
Berlin
2°C
schneeregen
Frankfurt
5°C
wolkig
Tel Aviv
23°C
heiter
New York
7°C
wolkig
Zitat der Woche
»Mal sind es die Flüchtlinge, dann die
Islamisten, dann die Juden.«
Der Psychologe Klaus Weber in seinem Buch »Resonanzverhältnisse.
Zur Faschisierung Deutschlands« (Hamburg 2018)