Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Veganer, Schilder, Surfen

12.02.2015 – von Sabine BrandesSabine Brandes

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Veganer
Die Armee zeigt sich kooperativ, wenn es ums Essen geht. Da immer mehr junge Menschen nicht nur vegetarisch, sondern vegan leben, passt das Militär sein Angebot an. Ab Februar wird es in den Kantinen der Armeebasen unter anderem Linsenburger, Körnersalate und verschiedene Produkte aus Soja geben. Außerdem sollen die Speisen generell gesünder sein und mehr frisches Gemüse sowie weniger Öl und Mayonnaise angeboten werden. Nach Angaben des Militärs sind derzeit rund 500 Soldaten im Dienst, die jegliche tierische Produkte ablehnen. Sie werden auch mit Stiefeln versorgt, die nicht aus Leder hergestellt sind.

Schilder
Die Schilder, die Frauen aufrufen, sich sittsam zu kleiden, hängen schon seit Jahren. In den ultraorthodoxen Vierteln Jerusalems, allen voran in Mea Schearim, werden weibliche Besucher, die sich nicht an die aufgezwungenen Kleiderregeln halten, oft beschimpft und bedroht. Wenn es nach vier religiösen Frauen geht, soll damit Schluss sein. Die Bewohnerinnen von Beit Schemesch haben in ihrer Stadt erreicht, dass derartige Aufrufe aus der Öffentlichkeit verschwinden. »Sie implizieren, dass ein Viertel einer bestimmten Gruppe oder Gemeinschaft gehört«, schrieb Richter David Schimoni in der Begründung, »aber es handelt sich um öffentliche Gegenden, die allen gehören.« Frauen dürften nicht daran gehindert werden, sich dort – wie auch immer gekleidet – aufzuhalten.

Abschied
In einer Woche beendet er seinen Dienst. Stabschef Benny Gantz geht in den Ruhestand. Zumindest in den militärischen. Was er danach tun will, darüber schweigt er sich aus. »Besucht mich nicht, ruft mich nicht an«, bittet er alle, die ihm »Auf Wiedersehen« sagen wollen. »Erlaubt mir, ein wenig Zeit in Ruhe für mich selbst zu haben. Wenn jemand ein Foto mit mir möchte, kann er sich in zwei Monaten melden, dann werden wir sehen, ob er das Bild noch immer will.« Gantz ist bekannt dafür, sich neutral zu verhalten. Er hatte keine (offenen) politischen Verbündeten, keine Vor- oder Feindbilder. So kam er an den obersten Militärposten im Land – und so verlässt er ihn auch.

Auftritt
Im Moment geben sich viele Größen der internationalen Rock- und Popszene in Israel die Klinke in die Hand. Rihanna, James Blunt, Alan Parsons Project, Robbie Williams haben schon Tel Aviv gerockt oder werden in der nächsten Zeit auftreten. Doch die auf allen Bar- und Batmizwa-Partys meistgespielte Popsängerin lässt noch auf sich warten: Taylor Swift. Jetzt heißt es aus Produzentenkreisen, dass sie kurz davor sei, einen Abstecher nach Israel zuzusagen. Die Angebote für die erfolgreiche Sängerin und Songschreiberin sollen sich auf 2,5 Millionen Dollar belaufen, heißt es. Wenn sie unterschreibt, könnte es schon im Juni 2015 so weit sein, dass die israelischen Teenager im Hayarkon-Park zu ihren Songs ausflippen.

Krankheit
Israel hat die höchste Rate des Non-Hodgkins Lymphom (NHL) der Welt. Das gab die Israelische Krebsvereinigung bekannt. 2012 erhielten 1304 Patienten die Neudiagnose dieser Krebserkrankung. Israel hat demzufolge 18,1 Erkrankte auf 100.000 Männer und 14,6 auf 100.000 Frauen. Das einzige Land, das eine höhere Rate dieser Erkrankung aufweist, ist der angrenzende Libanon. Die Medizinerin Ora Paltiel von der Hebräischen Universität erklärte dazu: »Studien zeigen, dass Juden aufgrund einer genetischen Disposition ein höheres Risiko haben, an NHL zu erkranken.« Der zweite Grund sei der Einsatz von Pestiziden im Land. »Israel ist ein sehr kleines Land, in dem es keine Grenzen zwischen landwirtschaftlichen und nicht-landwirtschaftlichen Flächen gibt«, so Paltiel, »und das führt zu einer höheren Belastung für die Menschen.«

Geld
Sie dachten, sie hätten einen riesigen Fisch an der Angel. Als zwei Einbrecher in eine Tel Aviver Wohnung einbrachen und sämtliche Zimmer durchsuchten, fanden sie einen Haufen Geldscheine. Die Männer (23 und 61 Jahre) sackten ein, was sie tragen konnten, und machten sich von dannen. Doch der Eigentümer, der Minuten nach dem Einbruch nach Hause kam, verständigte sofort die Polizei. Die Diebe wurden noch vor dem Haus festgenommen. Sie standen am Müllcontainer und versuchten, das Bargeld in den Tonnen zu verstecken. Es handelte sich um Scheine, die vor fast 40 Jahren ihre Gültigkeit und damit all ihren Wert verloren hatten: israelische Lira. Der neue Schekel wurde 1986 im Land eingeführt.

Surfen
Geht die Sonne unter, gehen die Wellen rauf. In Aschdod fand in der vergangenen Woche der zweite Nacht-Surf-Wettkampf statt. 40 Wellenreiter versammelten sich am Gil-Strand, um ihr Können zu zeigen. Dieser Strandstreifen im Süden Israels soll einer der besten Surfplätze sein, sagen Insider. Fünf Stunden versuchten die Sportler, die höchsten Wellen zu erwischen. »Das Wasser war eiskalt«, sagten die Männer in den Neoprenanzügen anschließend und wärmten sich an mitgebrachten Heizgeräten und heißem Tee.

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken
Jüdische Allgemeine ePaper
Die Wochenzeitung als ePaper
Cover der Jüdische Allgemeinen vom 21.06.2018

Ausgabe Nr. 25
vom 21.06.2018

Zum Angebot

Fotostrecken

70 Jahre Israel

In diesem Jahr feiert Israel seinen 70. Geburtstag. Am 5. Ijar 5708, dem 14. Mai 1948, wurde der jüdische Staat gegründet.

5. Ijar 5708/14. Mai 1948

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Sommer
Berlin
15°C
gewitter
Frankfurt
15°C
wolkig
Tel Aviv
26°C
heiter
New York
20°C
wolkig
Zitat der Woche
»Susan Sideropoulos ist Jüdin. Das war bislang kein Problem.«
Die »Welt« berichtet, wie die Schauspielerin Antisemitismus wahrnimmt.