Lesetipp

Wissen für Babys

Ein Bilderbuch erklärt Jüdisches

Aktualisiert am 07.12.2012, 18:32 – von Miriam MagallMiriam Magall

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken

Die Juden in Deutschland haben ihre Koffer ausgepackt. In den größeren Städten werden jüdische Kindergärten eingerichtet, mancherorts gibt es auch jüdische Schulen. Damit ein jüdisches Kind dahin gelangen kann, muss in den Familien Vorarbeit geleistet werden. Einfallsreichtum und Geschick sind gefragt.

Mehr als dankbar wird daher die berühmte jiddische Mamme für ihr Kind oder für ihre Enkel zu dem wunderschönen ersten jüdischen Bilderbuch greifen, das Nea Weissberg in ihrem Lichtig Verlag gerade auf den Markt gebracht hat. Auf acht Doppelseiten, auf starkem, abwaschbarem Karton, stellt sie mit klaren Bildern eine Auswahl jüdischer Gegenstände vor, die ein jüdisches Kind im Laufe seines ersten und zweiten Lebensjahres erleben dürfte.

Kabbala Die ersten beiden Abbildungen zeigen Tallit und Kippa, beide markiert mit einem Magen David, der mit seinen vielfarbigen sechs Seiten als Nächstes fröhlich grüßt. Der Schabbat nimmt vier Seiten ein: Auf grünem und gelbem, beigem und rosa Hintergrund präsentieren sich Kidduschbecher, Schabbatleuchter und Challa. Auch zwei weitere jüdische Feiertage sind vertreten: Pessach in Gestalt eines gedeckten Sedertellers und eines Kartons mit Mazzot, dem sich die Chanukkia und der Dreidel anschließen. Den Abschluss bilden ein rotes Kabbala-Armband, die Chuppa und eine Mesusa.

Für in jüdischen Dingen Unerfahrene gibt es ein Glossar – eher ungewöhnlich für ein Bilderbuch. Aber es ist durchaus sinnvoll, am Ende die Begriffe noch einmal aufzugreifen und zu erklären.

Die Abbildungen selbst sind klar und geradlinig, auch für die Beschriftung auf Deutsch und Hebräisch wurden schnörkellose Buchstabentypen gewählt, die sich dem Auge schnell einprägen. Zweifellos ist es ein nützliches und ansprechendes Buch, das in keinem jüdischen Haus mit Kleinkindern fehlen sollte, aber hoffentlich auch in manchen nichtjüdischen Häusern anzutreffen sein wird.

Nea Weissberg: »Mein erstes jüdisches Bilderbuch«. Mit Bildern von Jess Fogel. Lichtig, Berlin 2012, 16 S., 14,90 €

Auf facebook teilen Auf twitter teilen Auf google+ teilen per E-Mail schicken
Jüdische Allgemeine ePaper
Die Wochenzeitung als ePaper
Cover der Jüdische Allgemeinen vom 24.05.2018

Ausgabe Nr. 21
vom 24.05.2018

Zum Angebot

Fotostrecken

70 Jahre Israel

In diesem Jahr feiert Israel seinen 70. Geburtstag. Am 5. Ijar 5708, dem 14. Mai 1948, wurde der jüdische Staat gegründet.

5. Ijar 5708/14. Mai 1948

Zum Dossier

Wieso Weshalb Warum

Religiöse Bräuche und Begriffe

mehr…

Sprachgeschichte(n)

Über die Herkunft gängiger Wörter wie Pleite, Knast und Polente

mehr…

Anzeige

Gottesdienste

Gottesdienste in den Jüdischen Gemeinden

Glossar

Glossar

Gemeinden

Juedische Gemeinden

Service

Service

Wetter

Wetter - Frühling
Berlin
26°C
wolkig
Frankfurt
23°C
wolkig
Tel Aviv
35°C
wolkig
New York
17°C
wolkig
Zitat der Woche
»Wo liegt denn das Problem?«
Dieter Hanitzsch, nach Antisemitismusvorwürfen von der »Süddeutschen
Zeitung« geschasster Karikaturist, zur Kritik an seiner Zeichnung